Presseamt wird Kommissariat

Ein ganz normales Büro werde gesucht, versichert die Anruferin, nichts Besonders, nichts Schönes. Ob es das denn nicht bei der Stadtverwaltung gebe. Klar, versichert Nicola Ebel vom Filmservice Münster.Land. Klar gibt es Büros im Stadthaus 1 und besonders schön sind – zumindest die unrenovierten – auch nicht. Die Filmemacherin Ann-Kristin Danzenbächer ist froh, nun hat sie auch den Drehort, um die letzten Szenen für die Dokumentation über den Raub des Borghorster Stiftskreuzes ins Bild setzen zu können.

Ein paar Tage später wuselt das Team der münsterschen Produktionsgesellschaft Hellwig-Film über den Flur des Presseamtes. Eine Amts-Mitarbeiterin hat Urlaub und so verwandelt sich ihr Büro mit ein paar Handgriffen in ein Steinfurter Kommissariat. Danzenbächer und ihr Team gehen dem spektakulären Raub des Borghorster Stiftskreuzes und seinem noch aufsehenerregenderen Wiederauftauchen dokumentarisch auf den Grund. Zu sehen sein wird die zehnminütige Doku am Sonntag, den 17. September, um 18.30 Uhr in der Reihe „Terra Xpress“ im ZDF. An den Original-Schauplätzen in Borghorst hat das Team bereits mehrere Tage mit den Zeugen des Raubes gedreht, die Episode im münsterschen Presseamt ist der Abschluss der Dreharbeiten.

„Wir drehen so authentisch wie möglich“, versichert Danzenbächer. „Nur da, wo die Beteiligten nicht mitwirken dürfen, spielen Leute die Szene nach.“ Wie im Fall der beteiligten Steinfurter Polizisten, die in der Dokumentation nun von Statisten dargestellt werden. Rund 30 Minuten dauern die Dreharbeiten im Presseamts-Büro, dann gibt es noch ein paar Aufnahmen auf dem langen Gang davor. Eine Plastiktüte mit wertvollem Inhalt steht hier im Mittelpunkt. In einer solchen wurde das Stiftskreuz damals zurück gebracht.

Foto: Presseamt Münster/Ebel