Drei von fünf jungen Erwachsenen in NRW wohnen noch bei den Eltern

Im Jahr 2015 lebten in Nordrhein-Westfalen 937 000 ledige junge Erwachsene im Alter von 18 bis 25 Jahren im elterlichen Haushalt. Wie Hans-Josef Fischer, Präsident des Landesbetriebs Information und Technik Nordrhein-Westfalen, heute in der Landespressekonferenz mitteilte, waren das 59,0 Prozent aller 1,6 Millionen jungen Erwachsenen in NRW. Zehn Jahre zuvor hatte der Anteil noch bei 61,2 Prozent gelegen.

Insbesondere Jüngere lebten noch bei ihren Eltern: 93,6 Prozent der 18-Jährigen wohnten 2015 im elterlichen Haushalt; bei den 21-Jährigen waren es zwei Drittel (66,0 Prozent). Bis zum Alter von 25 Jahren reduzierte sich dieser Anteil auf gut ein Viertel der jungen Erwachsenen (27,6 Prozent).

In den Kreisen des Landes lebten junge Erwachsene 2015 noch häufiger bei ihren Eltern – in den kreisfreien Städten hatten sie vielfach schon einen eigenen Haushalt gegründet. Jeweils etwa drei Viertel aller 18- bis 25-Jährigen wohnten in den Kreisen Gütersloh (77,4 Prozent), Euskirchen (77,0 Prozent), Coesfeld (75,8 Prozent), dem Rhein-Kreis Neuss (75,6 Prozent) und dem Kreis Borken (74,7 Prozent) noch im elterlichen Haushalt. Im Gegensatz dazu lebten in den Universitätsstädten Bonn (40,4 Prozent), Bielefeld (39,8 Prozent), Bochum (34,3 Prozent), Aachen (28,2 Prozent) und Münster (27,1 Prozent) weniger junge Erwachsene noch bei den Eltern.