Strukturen für Integration schaffen

Die inhaltliche Ausrichtung und Arbeit des Kommunalen Integrationszentrums (KI) der Stadt stößt in den zuständigen Ministerien der neuen Landesregierung auf Interesse und Anerkennung. Das zeigte ein Austausch mit Vertretungen aus dem Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI), dem Ministerium für Schule und Bildung (MSB) und der zuständigen Schulaufsicht (Generale Integration).

Einzelne Veranstaltungen zu Themen von Migration und Integration sind richtig und wichtig. Noch wichtiger ist es aber, zusammen mit Partnern nachhaltig wirksam in Strukturen zu arbeiten und diese inhaltlich mitzugestalten. Das geschieht etwa durch Qualifizierung von Lehrkräften, pädagogischen Fachkräften und Ehrenamtlichen und durch Erziehungs- und Bildungspartnerschaften in Kitas und Schulen. Die Rückmeldungen belegen, dass es sich für alle lohnt, dafür Zeit zu investieren.

Im Bereich der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe koordiniert das KI die Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen, Initiativen und Vereinen. Unterstützt wird die Stadt durch das Landesprogramm „Komm-an NRW“, an dem sich zahlreiche Initiativen als Kooperationspartner beteiligen. Sie halten Angebote sowohl für Ehrenamtliche als auch für Geflüchtete bereit, die gefördert werden. Beispiele sind die Fahrradwerkstatt der Flüchtlingshilfe Gievenbeck-Sentrup oder die deutsch-arabische Zeitung Muniter/Münster. Mit diesen Partnern hat das KI eine Arbeitsgemeinschaft gegründet, die dem Miteinander von Hauptamtlichen und von Ehrenamtlichen dient.

Demnächst nimmt ein neues Netzwerk „Rassismuskritik“ seine Arbeit auf. Ergänzend zu den „Wochen gegen Rassismus“ wird es sich dieser immer wichtigeren Aufgabe das ganze Jahr über stellen. Auch die Qualität und Bandbreite von Münsters „Wochen gegen Rassismus“ überzeugten die Vertreterinnen und Vertreter der Ministerien – zumal diese Wochen mit einem Paket von mehr als 100 Veranstaltungen bundesweit an vierter Stelle stehen.