Wie oft übernachtet die Tante auf dem Sofa?

Wenn in diesen Tagen bei den Bürgerinnen und Bürgern in Münster das Telefon klingelt und im Auftrag der Stadt nach dem Besuch von Verwandten oder Freunden gefragt wird, würde Münster Marketing sich über möglichst viele Antworten freuen. Denn die Befragung ist Teil einer aktuellen Studie zum Wirtschaftsfaktor Tourismus.

Von der offiziellen Statistik des Statistischen Landesamtes werden nur Gäste erfasst, die in einem Hotel oder einer Pension mit mehr als zehn Betten übernachten. Darüber hinaus gibt es aber viele weitere Besucherinnen und Besucher. Die Stadt will nun etwas mehr über diesen “kleinen” Tourismus erfahren und lässt nicht nur bei den privaten Vermietern, sondern auch in normalen Haushalten nachfragen, wie häufig diese im vergangenen Jahr Übernachtungsgäste beherbergt haben, warum diese Gäste nach Münster kamen und wie lange sie geblieben sind.

Mit der Befragung wurde die Consulting-Agentur “dwif” beauftragt. Das Beratungsunternehmen für die Tourismusbranche ist aus dem Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Institut für Fremdenverkehr e.V. an der Universität München hervorgegangen und ermittelt nach 2005 und 2011 zum dritten Mal die wirtschaftlichen Effekte des Tourismus für Münster. 2005 betrug der Bruttoumsatz aus dem Tourismus 849,4 Millionen Euro, 2011 waren es 990,8 Millionen Euro.