Münsters Gründer trotzen sinkendem Interesse an Selbstständigkeit

Münsters Gründer trotzen dem allgemein nachlassenden Interesse an der beruflichen Selbstständigkeit: Zu diesem Fazit kommt das Gründungsnetzwerk „münster gründet!“ nach der 16. Gründungswoche. Sie hatte Mitte November zirka 1.200 Teilnehmer zu fast 40 Veranstaltungen gelockt und damit die Resonanz der Vorjahre sogar übertroffen. Vor allem die Seminare rund um das Thema „Digitalisierung“ waren sehr gefragt.

Im Netzwerk lässt sich besser Gründen
Das große Gründungsinteresse ist angesichts der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt nicht selbstverständlich. „Viele qualifizierte Menschen suchen die Erfüllung eben nicht in einem gut bezahlten Angestelltenverhältnis. Sie nehmen die Herausforderung mit ihrem eigenen Unternehmen an – und das verdient Respekt“, erklärt Dr. Thomas Robbers, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Münster GmbH. Sie organisiert und koordiniert alljährlich die Gründungswoche federführend.

Das fünftägige Event informiert gründungsinteressierte Menschen und junge Unternehmen zu allen firmenrelevanten Themen. Es will für unternehmerisches Denken begeistern und Kompetenzen fördern. Daneben knüpfen die Gründer Kontakte, tauschen sich untereinander aus und kooperieren gegebenenfalls. „Die Erfahrung zeigt, dass es sich im Netzwerk gleichgesinnter Sparringspartner erfolgreicher gründen lässt“, erklärt Elisabeth Remmersmann. „Zudem bieten die Gründungsberater bei speziellen Fragen ihre Hilfe an.“

Die WFM-Existenzgründungsberaterin Elisabeth Remmersmann führt das Interesse der Gründungswoche auch darauf zurück, dass sich das Angebot als Marke etabliert hat. Ausschlaggebend ist aber auch das gute Gründungsklima am Wirtschaftsstandort Münster. Robbers: Münster bietet in vielen Branchen den Nährboden für frische, kreative Geschäftsideen. Der Nachfrage und Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Produkten ist da.“