Zahl der Alleinlebenden um eine halbe Millionen gestiegen

Die Zahl der Alleinlebenden ist in Nordrhein-Westfalen innerhalb von zehn Jahren um eine halbe Millionen gestiegen. Wie Information und Technik als amtliche Statistikstelle des Landes Nordrhein-Westfalen mitteilt, lebte im Jahr 2015 jede fünfte Person (19,6 Prozent) in Nordrhein-Westfalen allein. 2005 hatte der Anteil noch bei 16,4 Prozent gelegen. Die vergleichsweise stärksten Zuwächse gab es bei den 35 bis 64-Jährigen: Der Anteil der Alleinlebenden stieg in dieser Altersgruppe zwischen 2005 und 2015 von 14,8 Prozent auf 19,0 Prozent. Der Anteil alleinlebender Männer in diesem Alter stieg überdurchschnittlich von 16,6 Prozent auf 21,7 Prozent.

In den Großstädten (ab 100 000 Einwohnern) des Landes lag der Anteil Alleinlebender unter den 35 bis 64-Jährigen 2015 im Schnitt über dem Landesergebnis von 19,0 Prozent. Unter den kreisfreien Städten und Kreisen hatten Alleinlebende mittleren Alters in Münster (29,0 Prozent) den höchsten und im Kreis Borken (10,3 Prozent) den niedrigsten Anteil.

Alleinlebende zwischen 35 und 64 Jahren waren seltener erwerbstätig, öfter auf staatliche Transferleistungen angewiesen und stärker durch Armut bedroht als Männer und Frauen in Mehrpersonenhaushalten. Rund jede(r) vierte Alleinlebende mittleren Alters musste mit einem Einkommen unterhalb der Schwelle zur Armutsgefährdung auskommen.

Diese und weitere interessante Ergebnisse zur Situation der Alleinlebenden in Nordrhein-Westfalen haben die Statistiker jetzt in der Reihe Statistik kompakt unter dem Titel „Alleinlebende in Nordrhein-Westfalen“ veröffentlicht (https://webshop.it.nrw.de/details.php?id=21255). Datenbasis sind die Ergebnisse des Mikrozensus.