ABLENKUNG – Die Schwerpunktaktion der Polizei

Immer wieder werden die „kurzen“ Blicke auf das Handy und andere Geräte der Unterhaltungsindustrie unterschätzt. In der nun am gestrigen Montag gestarteten, dreiwöchigen Polizei – Schwerpunktaktion unter dem Motto: „Ablenkung – Eine oft unterschätze Gefahr“, steht insbesondere die Nutzung von Smartphones während der Fahrt im Fokus der Beamten. Ganz besonders auch auf den Autobahnen im Umkreis der Region.

Wer bei einer Geschwindigkeit von 80 Stundenkilometern nur zwei Sekunden abgelenkt wird, ist knapp 45 Meter im „Blindflug“ unterwegs.

Das Schreiben einer SMS oder das Eintippen einer Telefonnummer erhöht das Unfallrisiko laut Wissenschaftlern der TU Brauschweig um das Sechs- bis Zwölffache.

Das sichere Autofahren erfordert jederzeit die volle Konzentration auf das Verkehrsgeschehen. Eine kurze Unaufmerksamkeit kann unter Umständen nicht nur zu gefährlichen Verkehrssituationen oder riskanten Fahrmanövern, sondern auch zu schlimmen Unfällen führen. 90 Prozent aller Lkw-Unfälle beruhen gänzlich oder zumindest zum Teil auf menschlichem Versagen.

Bis zum 28. Januar stehen von Osnabrück-Hafen bis Hamm-Bockum aber auch Abstands- und Geschwindigkeitsüberwachungen sowie Alkohol- und Drogenkontrollen auf dem Plan. Darüber hinaus werfen die Beamten bei ihren Kontrollen auch einen Blick auf Lenk- und Ruhezeiten und die Ladungssicherung.

Das natürlich auch nicht ohne triftigen Grund. Im letzten Jahr ereigneten sich auf dem etwa 160 Kilometer langen Zuständigkeitsbereich der Autobahn 1 insgesamt 1.030 Unfälle.

Ein Autofahrer wurde getötet, 81 Menschen wurden schwer und 181 Personen leicht verletzt.


Bilder: Archiv