Bannbulle traf Luther am 3. Januar 1521

Am 3. Januar 1521 belegte Papst Leo X. den ehemaligen Augustinermönch Martin Luther mit der Bannbulle „Decet Romanum Pontificem“ und besiegelte damit dessen Exkommunikation. Luther war so aus der Christengemeinschaft ausgestoßen und der Bruch zwischen dem Reformator und der römisch-katholischen Kirche vollzogen. Doch das bedeutete nicht das Ende der Reformation. Im Gegenteil. Sie festigte sich in den kommenden Jahren noch. Worüber Martin Luther nicht mit der katholischen Kirche stritt war die Kindertaufe. Dies wurde erst mit den sogenannten Wiedertäufern Thema.

Der spannenden Frage nach den verschiedenen Blickwinkeln auf die Taufe geht die Ausstellung „Die Macht des Wassers – Taufen in der Reformation“ im Stadtmuseum nach. Sie zeigt unter anderem eine Kutte, wie Luther sie als Mönch trug. Nach dem Bruch mit der katholischen Kirche aber legte er sie ab.


Taufen in der Reformation

Vor 500 Jahren, am 31. Oktober 1517, heftete Luther – hier  auf einem Kupferstich von Heinrich Aldegrever aus dem Jahr 1540 – seine 95 Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg. Darin wetterte der Mönch gegen den Ablasshandel der katholischen Kirche und warb für eine stärkere Öffnung der Kirche gegenüber den Gläubigen, etwa durch die Verwendung der deutschen Sprache.

Das Ergebnis allerdings setzte nicht, wie beabsichtigt, eine Reform in Gang, sondern spaltete die Kirche. Worüber sich Katholiken und Lutheraner aber einig waren, war die Kindertaufe. Anders war dies bei den so genannten Wiedertäufern, die nur die Erwachsenentaufe zuließen. Informationen zu diesem Themenfeld gibt es in der Sonderausstellung „Die Macht des Wassers – Taufen in der Reformation“ im Stadtmuseum.

Der Eintritt ist wie immer frei.