Dorfinnenentwicklungskonzept für Gimbte

Für Gimbte soll eine Art “Zukunftsplan” entstehen – und die Gimbterinnen und Gimbter können dabei mitwirken.
Die Auszeichnung als Golddorf auf Kreisebene konnte sich Gimbte bereits im Sommer sichern und wird im nächsten Jahr den Kreis Steinfurt im Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ vertreten. Dafür haben sich die Gimbter Bürgerinnen und Bürger bereits in mehreren Zukunftswerkstätten mit Fragen der künftigen Ortsentwicklung auseinandergesetzt.

Nun ruft die Stadt Greven die Dorfgemeinschaft erneut zur Zukunftsplanung auf: Bis Jahresmitte 2018 soll ein Dorfinnenentwicklungskonzept (kurz: DIEK) entstehen. Was zunächst nach Dopplung von Prozessen aussieht, macht auf den zweiten Blick durchaus Sinn: Das neue Konzept bündelt die bestehenden Planungen und führt sie in einem ausführlichen Bericht als „Fahrplan“ für die künftige Ortsentwicklung zusammen. Zumal die Planungen für das DIEK bereits seit längerem im Raum stehen – und ein Argument der Jury für den Gold-Zuschlag waren. Anfang 2018 gehen die Arbeiten am Entwicklungskonzept an den Start.

Mit dem Dorfinnenentwicklungskonzept für den Grevener Ortsteil haben die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, die Zukunft in die eigenen Hände zu nehmen. Denn eine Besonderheit des DIEKs ist: Es wird kein Fachgutachten, das am „Grünen Tisch“ erarbeitet wird, sondern die Bürgerinnen und Bürger aus Gimbte selbst arbeiten mit – jeder kann und soll sich aktiv an der Zukunftsplanung beteiligen. Die Stadt hat hierfür das erfahrene Büro planinvent aus Münster be-auftragt, das mit dem selbständigen Planer Hinnerk Willenbrink, einem tief verwurzelten Gimbter, kooperiert. Die Vorarbeiten zum Konzept beginnen jetzt mit der Bestandsaufnahme.

Mit dem DIEK sollen die Strukturen und charakteristischen Eigenarten von Gimbte langfristig erhalten bleiben, gleichzeitig wird eine nachhaltige Entwicklung angestrebt. Dabei können alle für den Ortsteil wichtigen Themen auf den Tisch kommen: Von der Verkehrsanbindung über die Versorgungssituation bis zur Ausstattung mit Gemeinschaftseinrichtungen und Klimaschutz. Die Stadt Greven hat bei der Bezirksregierung die Förderung der Konzepterstellung beantragt – und war damit erfolgreich. Nun wird die Arbeit am DIEK mit 75 % der entstehenden Kosten gefördert. Und auch später umzusetzende Maßnahmen für Gimbte, die in das Konzept Eingang finden, haben nach Vorlage des fertigen Konzeptes höhere Chancen auf eine Förderung.

Mit dem DIEK soll für Gimbte ein über Jahre hinweg praktisch nutzbares Konzept entstehen, das auch nach der Fertigstellung immer wieder aktualisiert werden soll. Die Stadt Greven erhofft sich, dass es helfen wird, Ziele in einem größeren Zusammenhang zu formulieren und schlüssig nachzuhalten, ob und wie diese Ziele erreicht werden. – Das DIEK als Zukunftsfahrplan, sozusagen.

Anfang 2018 beginnt die Arbeit an dem Entwicklungskonzept mit einer Auftaktveranstaltung, es folgen Arbeitskreise und Workshops zur Strategie- und Projekterarbeitung. Zur Mitgestaltung sind alle Bürgerinnen und Bürger aus Gimbte eingeladen und aufgerufen. Die Termine werden rechtzeitig angekündigt. Bis zum Sommer soll das DIEK fertig werden – pünktlich zum Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Für die Jurybewertung könnte das DIEK ein wichtiges Entscheidungskriterium sein.