Tagesarchive: 8. März 2018

Tagesaktuelle Meldungen der Polizei vom 07.03.2018

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Münster
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Messerangreifer sitzt in Untersuchungshaft

Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Münster und der Polizeibehörden Borken und Münster

Nach dem Messerangriff auf einen 55-jährigen Polizeibeamten ordnete ein Richter heute (08.03.) Untersuchungshaft gegen den 19-jährigen mutmaßlichen Täter an.

Er steht im Verdacht den Polizisten mit einem Messer attackiert und im Bereich des Oberkörpers verletzt zu haben. Der Polizist wurde umgehend (07.03.) notoperiert, Lebensgefahr besteht zurzeit nicht.
Der 19-Jährige konnte noch am Tatort festgenommen werden.

„Wir haben bei den Ermittlungsbehörden eine Mordkommission unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Thomas Masthoff eingerichtet“, erläuterte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. „Im Rahmen der Vernehmung machte der Beschuldigte keine Angaben zum Tathergang oder Sachverhalt“, sagte Botzenhardt weiter.

„Um festzustellen, ob der 19-Jährige zur Tatzeit unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen steht, wurde ihm eine Blutprobe entnommen“, erklärte der Leiter der Mordkommission.

Der Richter folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft und erließ Haftbefehl gegen den 19-Jährigen wegen des Verdachts des versuchten Totschlags und der gefährlicher Körperverletzung.

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Münster
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Geldbörse aus Sporthallenumkleide gestohlen – Polizei sucht Zeugen

Unbekannte Diebe entwendeten am Dienstag (06.03., 20 bis 22 Uhr) aus einer Umkleidekabine einer Sporthalle an der Finkenstraße eine Geldbörse. Ein 29-Jähriger ließ seine Jacke während des Trainings in der unverschlossenen Kabine zurück. In der Jacke war die Geldbörse. Nach der Trainingseinheit stellte der Münsteraner den Diebstahl der Geldbörse mit Bargeld und Ausweisen fest. Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 0251 275-0 entgegen.

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Münster
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Betrunken mit dem Auto zur Adressänderung beim Bürgerbüro

Ein 48-Jähriger fuhr am Dienstag (6.3., 11.30 Uhr) mit über 1,4 Promille zum Bürgerbüro, um seine Adresse zu ändern. Der jetzt in Münster lebende Mann touchierte mit seinem Opel auf dem Parkplatz an der Patronatsstraße beim Rückwärtseinparken den BMW eines 64-Jährigen. Die hinzugerufenen Beamten rochen während der Unfallschilderung die Alkoholfahne des 48-Jährigen. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von 1,42 Promille. Dem Münsteraner wurde eine Blutprobe entnommen, den Führerschein behielten die Beamten sofort ein. Den 48-Jährigen erwartet ein Strafverfahren.

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Münster
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Kriminalstatistik 2017

750 Wohnungseinbrüche registrierte die Polizei 2017, 99 Einbrüche weniger als im Vorjahr. Beim Taschendiebstahl sank die Zahl der Taten mit 937 erstmals seit zehn Jahren unter 1.000, gegenüber 2016 ein Rückgang von 237 Taten. Die Aufklä-rungsquote im Wohnungseinbruch beträgt aktuell 18 Prozent, beim Taschendiebstahl liegt sie bei 13,23 Prozent.

„Mit 29.475 Taten sank die Gesamtzahl aller Straftaten in Münster zum dritten Mal in Folge“, berichtete gestern der Polizeipräsident. „Die Aufklärungsquote kletterte mit 48,22 Prozent auf den höchsten Wert der letzten zehn Jahre.“

Die Straßenkriminalität, hierzu zählen alle Körperverletzungs-, Raub- und Diebstahlsdelikte auf Straßen, Wegen und Plätzen, ist nach einem stetigen Anstieg in den letzten Jahren signifikant gefallen.

Statt zuletzt 11.078 Straftaten im Jahr 2016 verzeichnet die Kriminalstatistik aktuell nur noch 9.746 Taten und damit den niedrigsten Wert der letzten zehn Jahre. „Wesentlich zu diesem Ergebnis beigetragen haben die Rückgänge der Diebstahlsdelikte im vergangenen Jahr“, resümierte der Leitende Kriminaldirektor Frank Kaiser. „237 Fälle weniger beim Taschendiebstahl, 310 Fälle weniger beim Kfz-Aufbruch und ganz entscheidend in Münster, 871 Fälle weniger beim Fahrraddiebstahl. Das macht sich in der Statistik deutlich bemerkbar.“

4.466 Fahrräder wurden im vergangen Jahr entwendet, im Vorjahr waren es noch 5.337. Jeder dritte Diebstahl betrifft in der Fahrradhauptstadt immer noch die „Leeze“, Münsters beliebtestes Fortbewegungsmittel. Davon wird nur jeder 17. Fahrraddiebstahl in Münster aufgeklärt. Appelle zur besseren Sicherung des Rades und zur aktuellen Registrierung verhallen oftmals ungehört. Im vergangenen Jahr klärten die Ermittler wiederum Serien auf, so hatte im Juni ein Täter-Duo aus Rheine bereits 11 Fahrräder im Stadtgebiet entwendet und in einem angemieteten Transporter verstaut, bevor Polizisten auf das Pärchen aufmerksam wurden.

„Einen erheblichen Anteil in der Kriminalstatistik 2017 hat der Abschluss eines umfangreichen Verfahrens zum Lohn- und Abrechnungsbetrug“, erklärte der Kripochef weiter. „Ein Subunternehmer hatte in einer Vielzahl von Fällen keine Sozialleistungen für seine Arbeitnehmer abgeführt. Die Ermittler identifizierten insgesamt mehr als 1.200 Betrugstaten.“

Das Polizeipräsidium Münster übernimmt bei bestimmten Delikten die Ermittlungen im gesamten Münsterland. Von herausragendem Interesse sind dabei immer wieder die Einsätze der Mordkommissionen. Im vergangenen Jahr führten Beamte des Polizeipräsidiums Münster 31 Mordkommissionen. In zwei Fällen waren die Ermittler aus Neutralitätsgründen nach einem Schusswaffeneinsatz der dortigen Kollegen im Bereich Recklinghausen im Einsatz. Die 23 Tötungsdelikte in Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf wurden zwar von Münster bearbeitet, werden aber in der Kriminalstatistik des jeweiligen Landkreises erfasst.

Die Kriminalstatistik weist für das Polizeipräsidium Münster im Jahr 2017 insgesamt acht Tötungsdelikte aus. „Davon waren im Stadtgebiet Münster im vergangenen Jahr drei herausragende Sachverhalte aufzuklären“, berichtete Frank Kaiser. „Im Mai verletzte ein 38-jähriger Ehemann seine Ehefrau durch Messerstiche lebensgefährlich. Im September gerieten zwei Nordafrikaner im Park an der Engelenschanze in Streit, wobei ein 32-jähriger Mann mehrfach mit einem Messer auf seinen Kontrahenten einstach. Anfang Oktober griff ein 56-jähriger Mann seine von ihm getrenntlebende Ehefrau am Arbeitsplatz an und verletzte sie durch Schläge gegen den Kopf lebensgefährlich. Alle Opfer überlebten die Angriffe, die Täter müssen sich wegen versuchten Totschlags oder Mordes verantworten.“

Bei drei Tötungsdelikten liegt die Tatzeit im Jahr 2016. Sie wurden jedoch erst im Jahr 2017 abgeschlossenen und statistisch erfasst.

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Quellen und Urheberhinweise:
Die aufgelisteten Meldungen stammen von den Polizeipressestellen aus:
Münster, Steinfurt, Warendorf, Hamm, Borken, Coesfeld sowie der Bundespolizei St. Augustin, Münster, Hamm und dem Zoll in Münster. Teilweise enthalten die „Tagesaktuellen Meldungen“ auch Berichte des BKA, LKA, DHPol und der Feuerwehr Münster.

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