Tipps für die Jahreszeit der Fahrräder & Pedelcs

Das Wetter wird besser und die Temperaturen steigen! Der Frühling ruft und auch der Osterhase freut sich über angenehmes Radwetter. Viele Fahrradfahrer holen jetzt das Fahrrad oder Pedelec aus dem Keller, der Garage oder vom Dachboden. Doch ist das Gefährt noch verkehrstüchtig und sicher? Oder gab es sogar in der letzten Saison noch den einen oder anderen, vergessenen oder viel zu lange aufgeschobenen Reparaturgrund?

Dann ist jetzt genau die richtige Zeit, sich zu vergewissern und die Dinge in Ordnung zu bringen. Oftmals sind die kleinen „Nebensächlichkeiten“ überlebenswichtig im Fall der Fälle. Es ist wohl für niemanden eine wirkliche Neuigkeit aber Radfahrer gehören nun mal zu den schwächeren Verkehrsteilnehmern. Sie werden bei Unfällen oft erheblich verletzt – denn sie haben keinen Airbag! – Aber dies vergessen wir ja gern.

Obwohl die Fahrradsaison 2018 erst beginnt, gab es im Münsterland innerhalb der ersten drei Monate diesen Jahres bereits über 250 Fahrrad- und Pedelecunfälle, mit 144 Leichtverletzten, 66 Schwerverletzten und leider auch zwei getöteten Personen.

Diese Daten stellten uns die Kreispolizeibehörden Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf freundlicherweise zur Verfügung. Die aktuellen Zahlen aus Münster wollte die dortige Polizei auf Nachfrage nicht nennen. – Auf jeden Fall ist es schon so, eine sehr traurige Bilanz! – Jeder Fahrrad- oder Pedelecfahrer sollte so viel wie möglich zu seiner eigenen Sicherheit im Straßenverkehr beitragen.

Bitte beherzigen Sie die folgenden Tipps:
-Überprüfen Sie regelmäßig die Verkehrssicherheit ihres Fahrrades/Pedelecs.

Besonders wichtig:

Funktionieren Bremsen, Beleuchtung und Klingel?
Haben Sie Rad- oder Speichenreflektoren?
Sitzt die Kette stramm oder bietet sie Unfallpotenzial, Der Lenker ist fest und auch sonst gibt es nichts, was zu einem Unfall führen könnte?

Tipps Teil 2:

– Verkehrsregeln beachten (auch wenn es schwerfällt), oft ahmen ungeübte Verkehrsteilnehmer die Fehler anderer nach – Frei fach dem Motto, wenn der da über rot fahren darf, darf ich das auch …. Falsch!

– Benutzen Sie Radwege und fahren Sie auf der richtigen Straßenseite. Es gibt bestimmt viele Radler, die den Überblick auch auf der falschen Seite haben. Es gibt aber auch ebenso
viele Verkehrsteilnehmer, die in Gedanken sind oder den Überblick nicht haben. Die vielen täglichen Verkehrsopfer zeigen die Realität.

– Fahren Sie umsichtig und rechnen Sie auch mit den Fehlern anderer Verkehrsteilnehmer.
– Tragen Sie immer auffällige, möglichst reflektierende Kleidung.
– Zugegeben, Warnwesten sehen nicht immer Topmodisch aus, bringen die Träger aber fast immer in den Blickwinkel anderer Verkehrsteilnehmer. Es sei denn es werden Jacken, Mäntel oder nicht transparente Regenkleidung darüber getragen. Es gibt auch viele die Ihre Warnwesten in der Tasche, im Rucksack oder im Fahrradkorb verstecken… Doch wer Köpfen hat, weiß wie wichtig Schutzkleidung ist.

– Faulheit ist immer ein schlechter Berater! Und da wir schon beim Thema Köpfen sind …

– Ein Fahrradhelm kann schützen…, aber dieses Thema wird von Fachleuten und Unternehmern oft aus verschiedenen Blickwinkeln gesehen. Hilfreich oder nicht? Bei Kindern unter 12 und älteren Personen treffen sich sogar die Meinungen der sich streitenden Parteien.

Eine Hilfe zur Urteilsbildung kann möglicherweise die folgende Veröffentlichung geben.

Tipps Teil 3:

-Telefonieren und das Bedienen einiger elektronischer Geräte ist auch während der Fahrt mit dem Fahrrad verboten, Ablenkung kann schnell zu Unfällen führen.

-Eine VR-Brille ist am PC oder Playstation gut angebracht, im Straßenverkehr fast ein Garant für schwerste Unfälle.
-Fahren Sie nie unter Alkoholeinfluss Fahrrad. Es erhöht deutlich die Sturz- und Unfallgefahr. Übrigens: Ab 1.6 Promille kann Sie dies den Führerschein kosten. Drogen sind im Straßenverkehr genauso gefährlich und führen ebenso oft auch zu langen Fahrverboten.

Jetzt über die Feiertage mit den Kindern auf Gefahrenstellensuche gehen und richtiges Radfahren zu üben, ist eine lobenswerte Idee und hat große Einwirkung auf viele Unfalleinwirkungen.

Wichtig dabei unbedingt auf Unfallschwerpunkte mit Sichtbehinderung einzugehen: “Unmittelbar vor vielen Unfällen war die Sicht auf den Fußgänger, das Kind, den Hund usw. durch ein Hindernis (zum Beispiel Baum, Auto, Werbeschild …) verdeckt.”

Den anderen Verkehrsteilnehmern hilft es oft, sich einfach für 10-15 Minuten, als Fußgänger, an eine belebte Kreuzung zu stellen und diese zu beobachten.

Viele junge Radfahrer schauen sich beim Überqueren von Straßen nicht um und selten zurück. Wenn da ein Gefährt abbiegt, ist es oft nur Glück, wenn nichts passiert.

Auffällig wird schnell, fast ein jeder besteht auf sein Recht. Es wird riskant gefahren und gegangen. Was fällt Ihnen auf, wenn Sie das Verkehrsgeschehen beobachten? Gibt es etwas am eigenen Verhalten zu ändern?

Ja! – es hilft nur eins, andere Verkehrsteilnehmer genau zu beobachten, defensiv fahren und besser langsamer anzukommen, als viel Zeit im Krankenaus, oder einem Grab zu verbringen.


Wie wärs mit einem Ausflug nach Billerbeck – Zur E-Bike Messe am 8.April 2018, 10 bis 18 Uhr auf Gut Holtmann ….