Themenabend: Der Kiepenkerl in der NS-Zeit

Ab dem 17. Jahrhundert gehörten die Kiepenkerle als wandernde

Im September 1953 wurde in Münster das neue Kiepenkerl-Denkmal im Beisein des Bundespräsidenten Theodor Heuss eingeweiht.
Foto: Sammlung Stadtarchiv

Händler, die mit der Kiepe auf dem Rücken auf den Straßen unterwegs waren, zum Bild der Stadt und ihrer Umgebung: Sie handelten mit Eisenwaren, Haushaltsartikeln und Kramwaren. Die Zeit der Wanderhändler endete in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Gestalt des Kiepenkerls ist noch heute ein Begriff; sie wurde zu einem Symbol für das Münsterland. Am Spiekerhof setzte man ihm 1896 sogar ein Denkmal, das vor kurzem im Zusammenhang mit der Amokfahrt ins Licht der Öffentlichkeit rückte.

Der Themenabend des Stadtarchivs am Donnerstag, 17. Mai, widmet sich der Figur des Kiepenkerls. In der Zeit des Nationalsozialismus erhielt der Kiepenkerl seine ganz eigene Bedeutung: Er wurde Teil der Propaganda-Strategien der Nationalsozialisten. Darüber und wofür er in der Nachkriegszeit stand, spricht der Themenabend-Referent Jan Matthias Hoffrogge am nächsten Donnerstag.

Der Themenabend startet am 17. Mai um 18 Uhr im Stadtarchiv, An den Speichern 8.

Um Anmeldung wird gebeten (E-Mail: archiv@stadt-muenster.de, Tel. 02 51/4 92-47 08.