Unerwünschte Literatur

Bücherverbrennung 1933

Bereits sehr früh nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten begann eine systematische Verunglimpfung von politischen Gegnern und missliebigen Künstlern. Auch die Studentenschaft in Münster verhielt sich parteikonform. Am 6. Mai 1933 wurde auf dem Domplatz ein so genannter Schandpfahl mit vermeintlich “undeutschen Schriften” aufgebaut.

Nur wenige Tage später, am 10. Mai, folgte die öffentliche Verbrennung von Werken, die der neuen Ideologie entgegenstanden, auf dem heutigen Schlossplatz. Die Aktionen wurden von zahlreichen Befürwortern aus der Bevölkerung begleitet. Am Ort des Schandpfahls wurde am Domplatz 2009 eine Platte zur Erinnerung installiert. –

Die Kabinette 28 und 29 im Stadtmuseum informieren über die Zeit des Nationalsozialismus in Münster.

Der Eintritt ist frei.


Bild: Stadtmuseum Münster