Neue Wege zur Welt ohne Atomwaffen?

Gibt es die Chance auf eine Welt ohne Atomwaffen – auch und erst recht angesichts eines drohenden weiteren nuklearen Wettrüstens? Darum geht es am Donnerstag, 14. Juni, um 20 Uhr im Festsaal des Rathauses (Eingang Stadtweinhaus) bei einem Vortrags- und Diskussionsabend mit dem Friedensforscher Sascha Hach und dem Politikwissenschaftler Prof. Dr. Christian Hacke. Eintritt frei; Anmeldung erbeten durch E-Mail an friedensbuero@stadt-muenster.de.

Sascha Hach ist Mitbegründer und Vorstandsmitglied der 2017 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneten Initiative ICAN, der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen. Darin haben sich 460 Organisationen aus mehr als hundert Ländern zusammengeschlossen, unter ihnen auch die „Bürgermeister für den Frieden“ (Mayors for Peace). Hach spricht über „ICAN und die Chancen für eine neue Atomwaffenpolitik“.

Christian Hacke ist emeritierter Professor für Politische Wissenschaft und Zeitgeschichte an der Universität Bonn. Er gilt als Experte für Sicherheitspolitik, Rüstungskontrolle und Massenvernichtungswaffen. Sein Thema: „Warum Global Zero – die Welt ohne Atomwaffen – scheitert.“

Anlass der Veranstaltung ist die alle zwei Jahre stattfindende Bundeskonferenz der deutschen Mayors for Peace. Sie ist erstmals in Münster zu Gast. Münster ist seit 2012 Mitglied dieses weltweiten Städtenetzwerks. Allein in Deutschland gehören ihm 550 Kommunen an, darunter Hannover, das eine Partnerschaft mit Hiroshima pflegt. Neben Oberbürgermeister Markus Lewe spricht am 14. Juni Bürgermeister Stefan Schostok aus Hannover ein Grußwort.

Allein in Hiroshima kamen 1945 rund 150 000 Menschen durch eine Atombombe ums Leben, und die Überlebenden erlitten entsetzliches Leid. Als eine Konsequenz hat der dortige Bürgermeister die Initiative Mayors for Peace ins Leben gerufen.