Stressfrei verreisen mit dem Urlaubscheck

Für viele rückt der wohlverdiente Sommerurlaub näher. Ob eine Abenteuerreise, ein Städtetrip oder Erholung am Strand: Die Vorbereitung für einen entspannten Urlaub ist das A und O. Diese beginnt mit dem Prüfen wichtiger Dokumente. Während innerhalb der Europäischen Union ein gültiger Personalausweis ausreicht, muss für Reisen in Nicht-EU-Länder ein gültiger Reisepass vorliegen. Ergänzt wird dieser in einigen Staaten durch ein Touristenvisum oder durch eine elektronische Einreisegenehmigung. Die Ausstellung kann einige Zeit beanspruchen, deshalb ist es empfehlenswert, sich rechtzeitig zu erkundigen.

Zur Vorbereitung der Reise sollte auch ein Versicherungscheck gehören. Besonders wichtig sind eine Reiserücktrittsversicherung und eine Auslandskrankenversicherung. Wenn die Reise zum Beispiel aufgrund einer Erkrankung, einer Schwangerschaft oder eines Jobwechsels nicht angetreten werden kann, übernimmt die Reiserücktrittsversicherung die Kosten oder zumindest Anteile. Ebenfalls ärgerlich: Im Urlaub krank sein. „Eine Behandlung im Ausland kann zu Kosten im fünfstelligen Bereich führen, die eine normale Krankenversicherung nicht übernimmt“, sagt Michael Wever, Bezirksdirektor der Barmenia Versicherungen Bielefeld. Schutz vor gefährlichen Krankheiten bieten Impfungen. Vor allem in tropischen Ländern können zum Beispiel Impfungen gegen Typhus oder Gelbfieber notwendig sein. Für Fernreisen rät das Tropeninstitut spätestens sechs Wochen vor Abflug zu einer reisemedizinischen Beratung.

Sind dann die Impfungen aufgefrischt, die Dokumente parat und die Koffer gepackt, kann es schon fast losgehen. Doch was passiert, wenn der Flug umgebucht oder storniert wird? Kommt die Meldung kurzfristig und die Ankunft am Reiseziel verzögert sich um mindestens drei Stunden, steht den Reisenden eine Entschädigung zwischen 250 und 600 Euro zu. Dies gilt jedoch nicht bei außergewöhnlichen Umständen wie Streik, Sturm oder Nebel.

Nach der langen Reise möchten sich die meisten einfach auf das Hotelbett werfen oder eine ausgiebige Dusche nehmen. Manchmal stimmen jedoch die Fotos aus dem Internet nicht mit der Realität überein: Schimmel oder unangekündigte Baustellen machen das Entspannen unmöglich. Zunächst sollten die Urlauber nach einem sauberen oder ruhigeren Zimmer fragen. „Ansonsten muss der Reiseveranstalter vor Ort, telefonisch oder per Mail kontaktiert werden“, sagt Wever. Konkrete Entschädigungssummen lassen sich innerhalb von vier Wochen nach Rückkehr einfordern.

* Entschädigung für stornierte oder verspätete Flüge: https://soep-online.de/rechte-flugreisende.html