Über vier Millionen Euro Fördermittel für Digital-Projekte

Gleich drei Förderbescheide des Landes Nordrhein-Westfalen mit einer Gesamtsumme von über vier Millionen Euro überreichte Regierungspräsidentin Dorothee Feller heute (18. Mai) an Landrat Cay Süberkrüb und Bernd Groß, Geschäftsführer der WiN Emscher-Lippe GmbH. Gefördert werden die Projekte „SmartDemography“ mit rund 776.000 Euro, „Smart Networks“ mit mehr als 2,24 Millionen Euro und „DigiQuartier“ mit 1,26 Million Euro. Damit übernimmt das Land jeweils 90 Prozent der Gesamtkosten für die Digitalisierungsvorhaben.

„Ich freue mich sehr, dass wir als Bezirksregierung Münster das Programm „Umbau 21 – Smart Region“ fördern können. Innovative Wirtschaftsprojekte und die Digitalisierung bringen die Emscher-Lippe-Region voran. So kann der Strukturwandel aktiv und beispielhaft gelingen“, sagte Regierungspräsidentin Dorothee Feller bei der Übergabe der Bescheide.

„Diese Projekte sind wichtige Wegbereiter für den Kreis Recklinghausen als digitale Region“, sagt Landrat Cay Süberkrüb. „Mit ihrer Hilfe können wir modernes Datenmanagement vorantreiben und in der Folge die Lebensbedingungen für die Menschen hier im Kreis weiter verbessern.“

„SmartDemography“ soll kostenlose Informationen über die Bevölkerung bieten – nicht nur für die ganze Stadt, sondern Quartier- oder Baublock-genau. Die Daten werden in einem Internet-Portal in Tabellenform und in thematischen Karten dargestellt. Sie können zum Beispiel dabei helfen, Bedarfe für Kindertagesstätten zu ermitteln oder einen passenden Standort für ein neues Einzelhandelsgeschäft zu finden. Die Daten stehen nicht nur den Verwaltungen zur Verfügung, auch Bürgerinnen und Bürger sollen Informationen über ihr Wohnumfeld abrufen können. Das Projekt „SmartDemography“ ist eine Kooperation der Fachdienste „Kreisentwicklung und Wirtschaft“ sowie „Kataster und Geoinformation“ der Kreisverwaltung Recklinghausen und des Fachbereichs Geodäsie der Hochschule Bochum.

„DigiQuartier“ befasst sich mit altersgerechten Quartieren für Senioren, Familien und Kinder. Es soll die Akteure im Quartier mit Hilfe moderner Technik vernetzen – zum Beispiel Pflegebedürftige und ambulante Pflegedienste. So kann es Menschen ermöglichen, länger selbstständig in der eigenen Wohnung zu leben. Damit entspricht es dem Leitbild der Kreisverwaltung Recklinghausen „ambulant vor stationär“. Das Projekt ist eine Kooperation des Fachdienstes „Seniorenangelegenheiten, Betreuungsstelle und Eingliederungshilfe“ der Kreisverwaltung Recklinghausen mit dem Rhein-Ruhr-Institut an der Universität Duisburg-Essen und dem Institut für Arbeit und Technik in Gelsenkirchen.

„Smart Networks“ soll die WiN Emscher-Lippe GmbH als zentralen Akteur stärken, der digitale Projekte transparent macht, koordiniert und zusammenführt. Dazu nutzt die WIN eigene Netzwerkaktivitäten und wertet beauftragte Studien auf dem Gebiet der Digitalisierung aus. Ziel ist eine regionale Handlungsstrategie, die eine Modellregion für Digitalisierung möglich machen soll.