Intelligente Straßenbeleuchtung

Das Tiefbauamt der Stadt Münster und die Stadtwerke testen unterschiedliche Systeme so genannter intelligenter Straßenbeleuchtung, die nur dann mit voller Intensität leuchtet, wenn sie von Verkehrsteilnehmern “angefordert” wird. So soll Energie gespart und Kohlendioxid reduziert werden.

Ähnlich gingen die Abiturienten des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums, Erik Holzhäuser und Georg Trede, für ihren Beitrag zum Wettbewerb “Jugend forscht” vor. In Münster errangen sie damit einen ersten Platz. Die Preisträger trafen sich jetzt mit den Profis vom Tiefbauamt und den Stadtwerken, die gemeinsam mit der FH Münster das Projekt intelligente Straßenbeleuchtung in Münster vorantreiben.

Foto: Schüler und Profis vom städtischen Tiefbauamt und den Stadtwerken tauschten sich über intelligente Straßenbeleuchtung aus (v.l.): Lydia Staudinger, Andreas Groot-Körmelink, Ernst Wiesmann, Sven Friedrich, Erik Holzhäuser, Georg Trede und Christian Albrecht.

Wie die Stadt planten die Schüler mit Infrarot- und Radartechnologie, für ihr Modell allerdings arbeiteten sie mit Lichtschranken – weil ihr Modellauto aus Legosteinen nur so von den Straßenlaternen des Modells erkannt wird.
Das Licht dimmt langsam auf und ab, wenn sich das Auto nähert oder wieder von der Leuchte entfernt. Zudem haben die Schüler komplexe Umwelteinflüsse berücksichtigt, so dass die Straßenbeleuchtung nicht bereits bei jeder dunklen Wolke eingeschaltet wird. Es muss mindestens 20 Sekunden lang Dunkelheit herrschen, bevor die Straßenbeleuchtung eingeschaltet wird. Die Steuerung ist durch die Schüler in einer Programmiersprache erstellt worden, so dass viele ihrer Ideen schnell umgesetzt werden konnten.

Für ihren Beitrag zur intelligenten Straßenbeleuchtung errangen die Schüler in Münster den ersten Platz. Im Landeswettbewerb NRW erhielten sie den dritten Platz in der Kategorie Umwelt und zusätzlich ein Forschungspraktikum an der Fachhochschule Mittweida in Sachsen.olzhHolz Stadt und Stadtwerke Münster setzen auf intelligente Straßenbeleuchtung. Nach Abschluss von zwei Pilotprojekten in Wolbeck und Amelsbüren sollen nun ein Wohngebiet und eine Hauptverkehrsstraße mit Sensoren zur bedarfsgerechten Beleuchtung ausgerüstet werden.