Wespen überleben den Sommer nicht

Wespen werden oft als Plagegeister wahrgenommen und vernichtet. Dabei sind sie von Natur aus weder aggressiv noch stechwütig. Nur wer Sie in direkter Nestnähe nervt (Erschütterungen in Nestnähe verursacht), sie anpustet oder nach ihnen schlägt oder sie mit dem Wasserschlauch bespritzt, kann schmerzhafte Erfahrungen mit den Artgenossen machen.

Doch in der Regel sind sie froh, in Ruhe gelassen zu werden und leben zu dürfen. Denn ihr Leben dauert immer nur einen Sommer lang, bis auf das der Königin – Sie legt im kommenden Jahr die Eier für eine neue Brut. Allerdings nicht zweimal am selben Ort – Sie ziehen weiter.

Wespen sind für uns alle lebenswichtig
Sie ernähren sich von Blütennektar, Früchten und süßen Säften. Ganz nebenbei übernehmen sie beim Besuch von Blüten die Bestäubung. Im Gegensatz zu Bienen fliegen Wespen auch bei kühlem Wetter und bestäuben selbst bei Wind und Regen.

Für die Aufzucht der Brut benötigen sie Eiweiß und erlegen dafür Insekten, Spinnen und andere Kleintiere. So übernehmen sie eine wichtige Funktion für eine ausgewogene Artenvielfalt in der Natur. Die städtische Umweltberaterin Beate Böckenholt ist Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um Wespen, Hornissen, Bienenschwärme und andere geschützte Arten.

Sie ist montags von 14 bis 19 Uhr, dienstags bis donnerstags von 10 bis 13 Uhr und jeden dritten Samstag im Monat von 11 bis 17 Uhr im City-Shop der Stadtwerke, Salzstraße 21 (Tel. 02 51/4 92-67 67) zu erreichen.