Das Rätsel der kosmischen Strahlung

„Alles Gute kommt von oben“, sagt Prof. Dr Karl-Heinz Kampert von der Universität in Wuppertal. Kampert hält am Dienstag (11.9.) um 19.30 Uhr im Planetarium des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) einen Vortrag. Darin geht er dem Rätsel der kosmischen Strahlung auf den Grund.

Die Erde ist einem unablässigen Beschuss von hochenergetischen Teilchen aus dem Weltraum ausgesetzt. Die Entdeckung dieser sogenannten „kosmischen Strahlung“ vor über hundert Jahren und die nachfolgende Erforschung wurde von vielen wagemutigen Wissenschaftlern oft unter Einsatz ihres Lebens vorangetrieben. Trotz dieser weltweiten Bemühungen hat das Universum die Quellen der Teilchen bis heute aber nicht preisgegeben.

Immer noch sind Fragen unbeantwortet, wie etwa: handelt es sich bei den Teilchen um Überreste aus dem Urknall? Entstammen sie aus apokalyptischen Sternexplosionen oder sind es gar Teilchen, die materiehungrigen schwarzen Löchern im Zentrum benachbarter Galaxien gerade noch entkommen konnten? Mit Observatorien, wie dem Pierre Auger Observatory in Argentinien, von der Größe des Münsterlandes, hofft man, das Jahrhunderträtsel nun endlich zu lösen.

In dem Vortrag wird nicht nur die Suche nach den Quellen dieser mysteriösen und extrem energiereichen Teilchen erläutert. In Live-Demonstrationen werden sie dem Publikum auch in einfachen Nachweisgeräten, wie etwa einer Kaffeekanne, während des Vortrags sichtbar gemacht.

Prof. Dr Karl-Heinz Kampert studierte und promovierte hier in Münster und ist heute einer der weltweit führenden Experten für kosmische Strahlung. Kampert war Sprecher des Pierre-Auger-Observatoriums von 2010-2017.


Eintritt: 6 Euro (3 Euro ermäßigt)
Veranstaltungsort: Planetarium im LWL-Museum für Naturkunde, Sentruper Str. 285, 48161 Münster


Bildunterschrift Astrovortrag_ Los_Morados(C)Pierre Auger Observatorium,Pierre Auger Collaboration .jpg: Teleskopgebäude bei Nacht mit Michstrasse im Hintergrund. Foto: Pierre Auger Observatorium/Pierre Auger Collaboration