Münster bekommt ein Hansator

Hansator – So wird der Bereich an der Ostseite des Hauptbahnhofs künftig heißen. Dem Anrollen der Bagger für dieses Projekt steht nun fast nichts mehr im Wege. Am Dienstag haben die Projektentwickler die Baugenehmigung erhalten, einige Tage zuvor war bereits die Freistellung der ehemaligen Bahnfläche durch das Eisenbahnbundesamt eingegangen.

„Der Hauptbahnhof ist das Tor zur Stadt“, sagte Landmarken-Vorstand Jens Kreiterling bei einem gemeinsamen Pressetermin mit Vertretern der Deutschen Bahn am Bremer Platz. „Zugleich verbindet unser Projekt das quirlige Hansaviertel mit dem Zentrum und wird selbst zum Teil der Stadt. Diese öffnende und verbindende Funktion ist es, die das von kadawittfeldarchitektur entworfene Ensemble zu einem Tor macht, dem Hansator.“

Symbolisiert wird das Ensemble durch ein Logo, dessen drei aufgerichtete Balken für die drei Baukörper des Hansators stehen. Verbunden werden diese durch einen sich nach oben schwingenden Querbalken, der sowohl das verbindende Flugdach als auch die Tor- und Verbindungsfunktion des Ensembles repräsentiert.

Auf der rund 8.200 m² großen Brachfläche direkt am Bremer Platz entwickelt die Landmarken AG ein Stadtquartier mit Flächen für Wohnen, Gastronomie und Handel sowie ein von prizeotel betriebenes Economy-Design-Hotel. Das neue Bahnhofsentree-Ost wird eine Klammer mit dem ebenfalls noch recht neuen Empfangsgebäude der Deutschen Bahn auf der Westseite bilden und eine unkomplizierte Unterquerung der Gleise ermöglichen.

Der offizielle Spatenstich ist noch für diesen Herbst geplant. Vorher wird der Bauherr die Anwohner an einem noch zu terminierenden Info-Abend über die geplanten Arbeiten informieren. „Transparenz ist uns sehr wichtig, wir wollen die Anwohner regelmäßig auf dem Laufenden halten“, sagt der für den Bau zuständige Projektleiter der Landmarken AG, Jan Grzesik.

Eine Eröffnung des Hansators könnte im Sommer 2021 stattfinden.


(Bildquelle: Logo und des Renderings: Landmarken AG / kadawittfeldarchitektur)