Zivilcourage im Zug – nach Faustschlag

Eine Zugbegleiterin wurde am 02.09.18 in einer Regionalbahn von Köln nach Euskirchen von drei Reisenden lautstark bedroht. In englischer Sprache durfte sie zahlreichende Beleidigungen über sich ergehen lassen. Eine Kontrolle der Fahrausweise ließen sie nicht zu und verhielten sich verächtlich gegenüber der Zugbegleiterin. Nachdem der Zug am Haltepunkt Weilerswist hielt, wurden die Personen des Zuges verwiesen. Die Männer wollten den Zug jedoch nicht verlassen und gingen die Frau körperlich an. Ein männlicher Mitreisender bewies in der Situation Zivilcourage und eilte der Zugbegleiterin zu Hilfe.

Unvermittelt erhielt er von einem der Beschuldigten einen Faustschlag ins Gesicht und ging dabei zu Boden. Die Beschuldigten flüchteten und liefen einer alarmierten Streifenbesatzung der Polizei direkt in die Arme. Zeugen konnten den Täter noch vor Ort identifizieren. Ein Rettungssanitäter versorgte den mutigen Helfer noch vor Ort. Außer Verletzungen im Gesicht trug er noch eine Gehirnerschütterung davon.

Die für den Sachverhalt zuständige Bundespolizeiinspektion Aachen leitete ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung und Hausfriedensbruch ein. Dem mutigen Helfer wurde von der Polizei Respekt gezollt. Bei einem persönlichen Anruf am Donnerstag wurde seine Zivilcourage nochmals durch die Bundespolizei gewürdigt. Es geht ihm bereits besser.