Tagesarchive: 16. Oktober 2018

Wilsberg & Freunde nerven die Polizei in Bielefeld

Das langersehnte Wiedersehen mit Heinrich Schafmeister alias „Manni Höch“ wurde von vielen treuen Wilsberg Fans immer und immer wieder gefordert. Doch Manni arbeitet jetzt im Bauamt der Stadt Bielefeld. Die Film-Teams haben lange recherchiert um den Ort „Bielefeld“ ausfindig zu machen.

Man munkelt …. Detektiv Wilsberg hatte dann wohl den richtigen Riecher gehabt und den ominösen Ort gefunden – Nun wird es also zur Realität, inklusive dem vertrauten roten „Manni-Volvo“. Warum nun ausgerechnet Wilsbergs Kumpel Manni Höch, im Knast sitzt, erklären wir später im Text. Neben einer Menge typischer „Overbeck“-Handlungen, wird der Spaß der beiden neuen Episoden aus der „Nachbarstadt“ garantiert für unterhaltsame Fernseh-Abende sorgen.

Für beide Folgen zeichnet sich Dominic Müller als Regisseur, der den Spagat einer Stadtfindung nun beleghaft darstellen muss. Denn auch bei dem Pressetermin in der „Gibt es gar nicht – Stadt“, hörten wir hin und wieder die Frage, „Welcher Stadtteil von Münster ist das den hier?“

Tatsächlich gab es auch vereinzelte Schauspieler, die von einer Ankunft am Bielefelder Hauptbahnhof berichteten. Ob es vielleicht am berauschenden Duft eines dort ansässigen Puddingherstellers lag? – Wir wissen es nicht…

Auf Anhieb hat der langjährige Freund des Wilsberg-Darstellers, (Leonhard Lansink), den Bahnhof gefunden. Heinrich Schafmeister, der unter anderem beim Ersten (ARD) mit Alina Stiegler, das „Live nach neun“- Servicemagazin moderiert, freute sich über die Dreharbeiten mit der „Wilsberg – Familie“, zu denen nicht nur die Schauspieler sondern natürlich auch die Crew gehört. „Gerade in einer Zeit, wo alles so gespalten ist, ist das Konzept die Menschen zusammenzuführen vernünftig„. Er fügt noch hinzu, „Die Öffentlich – Rechtlichen, nehmen ihre Aufgabe gegen die Spaltung zu arbeiten sehr ernst, das ist doch eine schöne gemeinsame Aufgabe“.

Agentur Eick aus Ennepetal war mit dem Casting der vielen Komparsen beauftragt worden, und wurde von den medieninteressierten Menschen der Region schlicht überlaufen. Weit mehr als 1300, hauptsächlich Ostwestfälische Wilsberg-Fans, wollten dabei sein, wenn ihr Idol am Set steht. Aber auch für weitere Produktionen, Formate und Sender, castet die Agentur. So kann ein Casting in Bielefeld, durchaus auch einen Auftritt bei einem Tatort-Dreh enden.

Soviel Aufmerksamkeit das im Vorfeld abgeschlossene Casting erweckte, so unbeeindruckt scheinen die Bielefelder von den Dreharbeiten inmitten ihrer Stadt. Es gab so gut wie keine Schaulustigen bei den Dreharbeiten. Die Schauspieler wurden seltener angesprochen und Autogrammwünsche halten sich auch im unwesentlichen Bereich.

Dafür müssen die Dreharbeiten öfter wegen vorbeifahrenden Sirenen von Polizei, Rettungsdiensten und Feuerwehr warten, das ist schon ein deutlicher Unterschied zur ruhigeren „Friedensmetropole“, vermuteten einige Passanten. Doch der Schein trügt, da in Bielefeld die Drehorte viel näher an großen Ausfallstraßen und mit einer auditiven Wahrnehmung (akustische Wahrnehmung), verbunden waren. In Münster wird schon fast traditionell in der verkehrsberuhigten Innenstadt gedreht, und hier fahren eben doch (noch) viel mehr Menschen mit dem Fahrrad.

Zum Inhalt der beiden Episoden, zu noch unbestimmten Sendeterminen im Jahr 2019:

64. Episode:
“Ins Gesicht geschrieben” (Buch: Mario Sixtus), will Ekki (Oliver Korittke) zum Firmenjubiläum eines Freundes nach Bielefeld fahren. Wilsberg (Leonard Lansink) kommt mit, um Kumpel Manni Höch (Heinrich Schafmeister) zu besuchen.

Doch aus dem Treffen wird nichts. Die Smartphone-App “Face23”, die Menschen per Gesichtserkennung identifiziert und alle im Netz verfügbaren Informationen zu einer Person zusammenträgt, sorgt in der Stadt für Aufsehen. Als plötzlich ein Video im Netz kursiert, das Wilsbergs Patentochter Alex (Ina Paule Klink) neben einem Toten zeigt, gerät diese unter Mordverdacht. Alex wird von dem Bielefelder Kommissar Harald Drechshage (Stefan Haschke) und Kollegin Nguyen “Thoung Nhi” (Mai Duong Kieu) in die Mangel genommen. Overbeck (Roland Jankowsky), der ursprünglich zur Vorstellung der “Face23”-App angereist war, eilt Alex zu Hilfe.

Wilsberg möchte ebenfalls bei den Ermittlungen mitmischen und zieht damit den Ärger der Bielefelder Kommissare auf sich.

65. Episode:
“Bielefeld 23” (Drehbuch: Stefan Rogall), machen sich Wilsberg und Ekki in die ostwestfälische Metropole auf, denn dort sitzt Kumpel Manni Höch im Knast: Er soll als Bauamtsleiter Bestechungsgelder für “Bielefeld 23” angenommen haben. Nun steht das umstrittene Bauprojekt von Unternehmer Jochen Hellwarth (Rüdiger Klink) auf der Kippe.

Hat Margot Becker (Karin Giegerich), Mannis Stellvertreterin und Gegnerin des Bauvorhabens, etwas mit der Verschwörung zu tun?
Welche Rolle spielt Mannis Sekretärin Ines Dorn (Mira Bartuschek)?
Und wer ist eigentlich dieser ominöse Journalist “W.”, der Insider-Informationen über den Skandal von “Bielefeld 23” veröffentlicht?

Eigentlich wurde Overbeck von seiner Chefin nach Bielefeld geschickt, damit er bei deren Nichte Merle (Janina Fautz) nach dem Rechten sieht.
Als er jedoch hört, dass auch Wilsberg und Ekki in der Stadt sind, riecht er Lunte und mischt sich in die Ermittlungen der Bielefelder Polizei ein.

Freuen wir uns auf einen veränderten Lokalkolorit und die Rückkehr der Filmhelden zum baldigen Dreh in Münster. “Wilsberg” wird von der Warner Bros. ITVP Deutschland Köln im Auftrag des ZDF hergestellt (Produzent: Anton Moho).

Die Dreharbeiten für die beiden Episoden dauern anschließend in Münster und Köln noch voraussichtlich bis zum 12. Dezember 2018.


Zum Artikel – Geheimnisse der Wilsberg Filme

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