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Anke Knuf gewinnt bedeutendsten Preis für Landwirte

Wie vermittle ich Verbrauchern ein reales Bild der Landwirtschaft? Für diese Frage hat Milchviehhalterin Anke Knuf aus Nordrhein-Westfalen eine kulinarische Antwort: selbstgemachtes Eis. Und der Plan ging auf. Dank ihres GrenzLandeis hat sich der Milchviehbetrieb in Bocholt zu einem beliebten Ausflugsziel entwickelt. Bis zu 1.000 Kunden pro Wochenende bedienen sich auf Vertrauensbasis an den Eistruhen selbst. Mit dem Becher in der Hand schlendern sie über den Milchviehbetrieb und erleben dabei die täglichen Betriebsabläufe. Sie sehen beim Melken zu, beobachten das Umstallen der Tiere oder lassen sich von Anke Knuf erklären, warum sie ihre Tiere nicht auf die Weide lässt. So verpasst die Unternehmerin nicht nur der Kasse ihres Betriebs Aufschwung, sondern auch dem Image ihres Berufsstands.

„Die Gewinnerin ist eine Landwirtin mit Herz und Verstand. Sie verbindet die klassische landwirtschaftliche Produktion mit innovativen Ideen in hervorragender Weise. Sie zeigt, wie man mit hofeigenen Erzeugnissen einen zusätzlichen Betriebszweig aufbauen kann. Und neben Betriebsleitung, Personalführung und Familie findet Sie immer noch etwas Zeit, um ihren Kunden die Landwirtschaft zu erklären“, urteilte die Fachjury des CeresAward über die Siegerin in der Kategorie Unternehmerin. Die Juroren in der Kategorie Unternehmerin waren Corinna Washtell, BNP Paribas Leasing Solutions, Rita Lanius-Heck, Deutscher LandFrauenverband sowie Dagmar Deutsch, agrarheute.

Gekürt wurde Anke Knuf im Rahmen der von agrarheute, der führenden Fachmedienmarke im Agrarbereich aus dem Hause dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag, ausgerichteten Galaveranstaltung „Nacht der Landwirtschaft“ am 18. Oktober in Berlin. Die Preisverleihung ist ein Branchentreff ersten Rangs, zu der agrarheute 350 Gäste empfing. Neben Bauernpräsident Joachim Rukwied und führenden Köpfen aus Handel und Industrie, war auch Bundesministerin Julia Klöckner unter den namhaften Gästen. Bereits zum fünften Mal würdigte agrarheute in diesem feierlichen Rahmen Landwirtinnen und Landwirte, die Außergewöhnliches leisten und täglich nachhaltig für Mitmenschen, Tiere und Umwelt wirtschaften. Als „höchste landwirtschaftliche Auszeichnung“ loben auch Branchenvertreter den CeresAward, der für die Sieger wie ein Ritterschlag ist. So wuchs in diesem Jahr die Zahl der Bewerbungen erneut auf mehr als 180 an. Die Bewerbungsphase für den Landwirt des Jahres 2019 beginnt bereits in Kürze.
Aus Nordrhein-Westfalen qualifizierten sich neben Anke Knuf auch Dirk Nienhaus, der ebenfalls aus Bocholt kommt, in der Kategorie Schweinehalter, Marcus Holtkötter aus Altenberge in der Kategorie Ackerbauer, Gregor Scholz aus Welver in der Kategorie Biolandwirt und Andreas Schmidt aus Medebach in der Kategorie Manager für die Shortlist.


Zum Hintergrund:
Ablauf: Der CeresAward wurde 2014 erstmals verliehen und von Branchenvertretern als „höchste landwirtschaftliche Auszeichnung“ eingestuft. Zahlreiche Fachorganisationen und Unternehmen unterstützen den vom Fachmedium agrarheute initiierten Award, der unter der Schirmherrschaft von Joachim Rukwied, Präsident des DBV Deutscher Bauernverband, steht. Der Wettbewerb wird in mehreren Kategorien ausgelobt, welche die gesamte Vielfalt der heutigen Landwirtschaft widerspiegeln. Aus den Gewinnern der Einzelkategorien wählt eine Jury, bestehend aus Fachleuten von Branchenorganisationen, Redakteuren von agrarheute sowie dem Sponsor der jeweiligen Kategorie den Gesamtsieger. Weitere Informationen unter www.ceresaward.de.

Namenspatin für den CeresAward ist Ceres, die römische Göttin des Ackerbaus, der Fruchtbarkeit, des Wachsens und Gedeihens. Diese Namenspatenschaft drückt aus, dass – egal wie Landwirte heute ihre Betriebe ausrichten – die Grundlage für ihre Arbeit der Boden bildet und sein Erhalt im Mittelpunkt verantwortungsvoller Bewirtschaftung steht.


Kristina Fischer / Bild: Timo Jaworr