Feuerwehr, Münster Journal

Erneuter Vollbrand am Maikottenweg

Am Sonntagmorgen gegen 4:30 Uhr wurde der Feuerwehr ein Feuer in einem leerstehenden Gaststättengebäude am Maikottenweg gemeldet. Bereits auf der Anfahrt war der Flammenschein weithin sichtbar.

Durch die Feuerwehr Münster wurde ein umfangreicher Löschangriff durchgeführt. Es kamen zwei Drehleitern mit Wenderohren und 4 handgeführte Holstrahlrohre zum Einsatz. Insgesamt wurden 10 Trupps unter schweren Atemschutz zur Brandbekämpfung eingesetzt.

Das Gebäude hatte im Jahr 2017 schon einmal gebrannt und war durch diesen Brand noch deutlich in Mitleidenschaft gezogen. Die Brandbekämpfung wurde auf Grund der akuten Einsturzgefahr, daher ausschließlich von außen durchgeführt.

Um einen besseren Löscheffekt zu erzielen wurde ein massiver Schaumangriff vorgetragen. Durch das Eingreifen der Feuerwehr konnte die Ausbreitung auf den hinteren Gebäudeteil verhindert werden.
Die Wasserversorgung gestaltete sich zunächst schwierig, so dass ein Pendelverkehr mittels Tanklöschfahrzeugen durchgeführt wurde. Parallel wurde eine 2 km lange Schlauchleitung für Löschwasser aus dem Dortmund-Ems-Kanal und dem Hydrantennetz am Ende der Bebauung des Maikottenwegs aufgebaut.

Im Laufe des Vormittags wurden die Einsatzmaßnahmen durch Kräfte des THW´s unterstützt. Mit einem Bagger wurden der Wintergarten und Teile des Daches eingerissen. Somit wurden die letzten Glutnester kontrolliert und abgelöscht. Am Sonntagmittag wurden die Einsatzmaßnahmen von Seiten der Feuerwehr beendet.

Die Feuerwehr Münster war mit den Löschzügen 1 und 2 der Berufsfeuerwehr und mit den Löschzügen St. Mauritz/Werse-Laer, Kemper, Gremmendorf, Handorf und Angelmodde der Freiwilligen Feuerwehr vor Ort. Weiterhin war der Rettungsdienst mit 4 Fahrzeugen vor Ort. Die verwaisten Wachen der Berufsfeuerwehr wurden durch die Kräfte des Löschzugs Geist und Altstadt der Freiwilligen Feuerwehr besetzt. Insgesamt waren 102 Kräften sieben Stunden im Einsatz.

Die Ermittlungen zur Brandursache führt die Polizei. Eine Brandstiftung kann nicht ausgeschlossen werden.


Symbolbild