Ehrenamt, Münster Journal

Zum Tag des Ehrenamts

– Wer an Ehrenamt denkt, dem fallen oft zuerst die Helfer im Sanitätsdienst oder auch im Rettungswagen sowie beispielsweise bei Bombenevakuierungen ein. Doch die Hilfsorganisationen der Stadt Münster können noch viel mehr.

Den Tag des Ehrenamts möchte das Bündnis „Gemeinsam für Münster“, welches aus den vier Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) und Malteser Hilfsdienst (MHD) besteht, nutzen, um ihre Ehrenamtlichen in den Vordergrund zu stellen und sich bei Ihnen zu bedanken.

„Ein großer Dank gilt all unseren Ehrenamtlichen“, sagt Dirk Winter, ASB-Geschäftsführer und Sprecher des Bündnisses in diesem Jahr. „Das Engagement jedes Ehrenamtlichen im Team der Helfer ist wichtig. Ganz egal, ob für den ASB, das DRK, die Johanniter oder die Malteser. Ihr macht einen tollen Job!“, so Winter.

Heute lässt das Bündnis vier Aktive zu Wort kommen, die berichten, wie wichtig das Ehrenamt ist. Jeder von Ihnen kommt aus einer der vier Münsteraner Hilfsorganisationen, die im Bevölkerungsschutz zusammenarbeiten. Alle engagieren sich gemeinsam für Münster und sind bei vielen Notlagen im Einsatz. So engagieren sich die vier Ehrenamtlichen beispielsweise als Gruppenführer, in der Rettungshundegruppe, als Feldkoch, Rettungshelfer oder Sanitäter.

Nils Hermes ist seit neun Jahren für den ASB tätig und engagiert sich als Gruppenführer Technik und Rettungsassistent. „Für mich selbst ist Ehrenamt wichtig, weil ich durch meine Tätigkeit neue Leute kennenlernen kann und spannende Lehrgänge besuche. Für uns als Organisation ist Ehrenamt wichtig, weil wir Menschen brauchen, die sich auch nach Feierabend noch um das Wohl anderer kümmern. Außerdem sind Ehrenamtliche jederzeit für einen Einsatzfall erreichbar, das finde ich sehr wichtig.“, so Hermes.

„Ehrenamt spielt eine bedeutende Rolle für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft. Es macht sie vielfältiger und reicher. Viele Dinge würde einfach niemand tun, wenn es immer nur um Profit ginge und es kein Ehrenamt gäbe. Wenn ich ein kleines bisschen zum Gemeinwohl beitragen kann, macht mich das sehr glücklich.“, sagt Marion Dahlmann, Leiterin der DRK-Rettungshundegruppe Münster, die seit 19 Jahren ehrenamtlich für das DRK aktiv ist.
Jasper Mönnighoff ist Feldkoch sowie Rettungshelfer und ist seit neun Jahren ehrenamtlich bei den Johannitern. „Für mich ist der ehrenamtliche Einsatz eine Win-Win-Situation, so wie zum Beispiel der Starkregen vor drei Jahren in Münster. Jeder, der dann mit anpackt, schafft einen Mehrwert für die Gesellschaft und erhält dafür das gute Gefühl von Gemeinschaft und oftmals auch den direkten Dank von den Menschen, die die Hilfe erfahren.“, so Mönnighoff.

Grant Lopez war drei Jahre ehrenamtlich als Sanitäter beim Malteser Hilfsdienst tätig. „Mir ist mein Ehrenamt so unfassbar wichtig, weil es meine Zeit in der Woche ist, in der ich den Alltag vergessen kann und mich auf andere Sachen konzentriere. Es ist einfach ein unglaublich gutes Gefühl zu helfen und vor allem zu sehen, dass man wirklich selbst auch Menschen helfen kann. Man kann sein Wissen unter Beweis stellen und zeigen, was man drauf hat. Die Abwechslung und die Ungewissheit, was als nächstes auf mich zukommt, machen die ganze Sache noch viel interessanter. Es wird einfach nicht langweilig.“, erzählt Lopez.