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Grüner Rad – Pfeil in Münster

– Wie Münster den Radverkehr nun bundesweit verändern kann…

Dem Fahrradverkehr muss im Zuge einer vernünftigen Verkehrsplanung mehr Raum gegeben werden, auch in den Köpfen der restlichen Verkehrsteilnehmer. Der Radverkehr ist in vielen Städten oft viel zu lange einfach nur Stiefmütterlich behandelt worden. Selbst in der eigentlichen Fahrrad-Vorzeigestadt Münster. Doch in den vergangenen Jahren wurden speziell in Münster eine Menge Untersuchungen angestellt, deren Ergebnisse sich nun in den kommenden Jahren bemerkbar machen sollen.

Einige Studien haben schon vor zehn Jahren angefangen und nun werden die Auswertungen mit Hochdruck umgesetzt. Teilweise standen sich Verkehrsplanung, Stadtplanung, Ordnungsamt, Polizei und die Wünsche von Bürgern, sowie das Regelwerk, im Wege.

Der damals leitende Polizeidirektor Udo Weiss (jetzt a.D.) , sowie Martin Schulze Werner als Chef des Ordnungsamtes, haben in Münster viele richtungsweisende Vorbereitungen für sichere Verkehrswege initiiert. Stadt- und Verkehrsplaner griffen viele Möglichkeiten auf, testeten und verwarfen sie manchmal auch wieder, da sich immer wieder europäische Richtlinien sowie Bürgerliches-Sozialverhalten änderte.

Am kommenden Montag wird Oberbürgermeister Markus Lewe nun den Startschuss für ein System geben, welches den Verkehr deutlich sicherer machen soll.

Radfahrer sollen nun künftig an sieben ausgewählten Stellen in Münster, beim Rechtsabbiegen, nur kurz anhalten und dann unter Beachtung des vorrangigen Verkehrs abbiegen dürfen. Dabei darf es natürlich zu keinen Behinderungen und Gefährdungen kommen. Bekannt ist dieses Vorgehen vom „Grünen Pfeil“, welcher sich bei Autofahrern schon lange etabliert hat.

 Sollte der Versuch in Münster gelingen, wird  vermutlich in diesem Jahr der Pfeil bundesweit eingeführt.