Projekt “Wasserrobuste Städte”

– Münster, Bocholt, Hengelo (Ov.) und Zutphen sowie die Waterschappen Vechtstromen und Rijn en IJssel wollen die Auswirkungen von extremen Niederschlägen, Hitze und Dürre in städtischen Gebieten bekämpfen. Dies geschieht mit Unterstützung der Europäischen Union im Projekt “Wasserrobuste Städte”. Während des Projekts werden zwölf Maßnahmen in den vier Städten durchgeführt.

Aufgrund des Klimawandels sind Städte im Osten der Niederlande und im Westen des Münsterlandes häufiger mit extremen Niederschlägen, Hitze und Dürre konfrontiert. Die Auswirkungen – zum Beispiel Überschwemmungen, Wasserknappheit, schlechte Wasserqualität und Hitzestress – sind ebenfalls stärker zu spüren. Gleichzeitig respektieren z.B. Überschwemmungen keine nationalen Grenzen. Durch die Zusammenarbeit und das Lernen von den Stärken des anderen erwarten deutsche und niederländische Städte und Wasserverbände mehr und bessere Ergebnisse, um städtische Gebiete “wasserrobust” zu machen.

Zwölf Teilprojekte
Im Zeitraum 2019 bis 2021 werden zwölf Kooperationsprojekte konzipiert und umgesetzt. Alle Projekte sind Teil eines umfassenderen Plans der betreffenden Städte oder Wasserbehörden. Die Projekte konzentrieren sich auf drei Aspekte:
1. Vermeidung von Problemen: die räumliche Anpassung aller Wasserstraßen in und um die Stadt.;
2. Eindämmen einschränken: andere Anpassungen des physischen Raums in der Stadt;
3. Eingreifen bei Problemen: wirksame Maßnahmen bei extremen Niederschlägen und Dürren.

In den folgenden Teilprojekten arbeitet die Stadt Münster mit deutschen und niederländischen Partnern zusammen:
• Gesamtkonzept Aa in der Innenstadt von Münster und Renaturierung am Zwinger mit besonderem Fokus auf einer frühzeitigen und intensiven Beteiligung der Bürgerschaft (in Zusammenarbeit mit der Watershap Vechtstroemen);
• Integrale Regenwasserbewirtschaftung und Betrachtung des natürlichen Wasserhaushaltes am Beispiel eines Bebauungsplangebietes (in Zusammenarbeit der Gemeinde Hengelo);
• Verbesserung der Kommunikation im Falle einer Überflutung und Entwicklung einer Kommunikationsstratiegie zur Überflutungsvorsorge (in Zusammenarbeit mit allen deutschen und niederländischen Projektpartnern).

Interreg
Das Projekt “Water Rugged Cities” wird durch das EU-Förderprogramm Interreg ermöglicht. Auch die Provinzen Gelderland und Overijssel sowie das Land Nordrhein-Westfalen beteiligen sich finanziell. Die gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen werden mit anderen Gemeinden und Behörden in der Grenzregion ausgetauscht. Die Partner wollen die Zusammenarbeit auch nach Projektende fortsetzen.