Städte verzichten auf Plastik beim „Knöllchen“

Umweltschutz auch bei kleinen Dingen mit großer Wirkung. So haben die Städte Greven und Münster beschlossen, nun auf die Plastikhülle beim „Knöllchen“ zu verzichten. Jahrzehntelang war der vorgedruckte Handzettel, der Falschparkern von den Außendienstmitarbeiterinnen und -mitarbeitern hinter die Scheibenwischer ihrer Autos geklemmt wird, in Folie verpackt. Jetzt ist ein Ende damit absehbar.

Für den Kreis Steinfurt kam die Anregung durch die Kampagne „Plastiktütenfreier Kreis Steinfurt“ vom energieland2050 e.V. Und so haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Grevener Verwaltung eingehend getestet, ob die Plastikhülle wirklich notwendig ist, die das „Knöllchen“ vor Feuchtigkeit schützt. Das Ergebnis: Die Schrift auf dem „Knöllchen“ bleibt selbst dann gut lesbar, wenn der Zettel richtig nass wird. Zur Kunststoffmüllvermeidung wird in Greven deshalb in Zukunft auf die Hülle beim „Knöllchen“ verzichtet.

Auch in Münster sind die Vorbereitungen und Tests für den zukünftigen Verzicht fast abgeschlossen. “Das Ordnungsamt bekommt in bälde neue Drucker, die dann den Plastik-Verzicht,  zu gunsten der Umwelt möglich machen”, erklärt Abteilungsleiter Michael Thomas vom Ordnungsamt der Stadt Münster.