Das Frauenbüro wird zum Amt für Gleichstellung

– Vom städtischen Frauenbüro zum Amt für Gleichstellung: Der Blick der Gesellschaft auf die Gleichstellung hat sich über die Jahre verändert. Das kommt ab dem 1. März auch im neuen Namen für das bisherige Frauenbüro im Stadthaus 1 zum Ausdruck. Die Frauenförderung auf der Grundlage des Gleichstellungsgesetzes bleibt. Hinzu kommen die Aufgabenfelder der Männer- und Jungenarbeit und die Gleichstellung der Menschen mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen.

“Münster stellt sich für die Zukunft auf. Dazu gehört, dass die Gleichstellung von Männern und Frauen und die tatsächlich gelebte Vielfalt der Geschlechter und Orientierungen ihren Platz in unserer Stadt haben”, so Oberbürgermeister Markus Lewe. “Das ist eine Frage der Toleranz und zugleich eine Frage der Zukunftschancen für diese Stadt.”

Als Amt für Gleichstellung wird das bisherige Frauenbüro “aktiv und umfassender als bisher auch Aufgaben einer männer- und jungenorientierten Gleichstellungspolitik wahrnehmen und darüber hinaus für das Arbeitsfeld hinsichtlich der Vielfalt der sexuellen Orientierungen zuständig”, kündigt dessen Leiterin Martina Arndts-Haupt an. Dazu soll für das Amt im Laufe des Jahres die Stelle einer Fachkraft für die Aufgaben “Männer und Jungen in der Gleichstellungsarbeit” und das Arbeitsfeld LSBTIQ ausgeschrieben werden.

Mit dem neuen Amt mache die Stadt einen Schritt zur ganzheitlichen Gleichstellungsorientierung in der kommunalen Daseinsvorsorge”, sagte Oberbürgermeister Lewe. Zugleich würden die Profile der Frauenförderung, der Männer- und Jungenarbeit und der Begleitung der Vielfalt sexueller Orientierungen deutlich erkennbar bleiben. Auch auf die bewährten Formen der Zusammenarbeit von Politik, gesellschaftlichen Gruppen und fachlichen Netzwerken werde weiterhin gesetzt.

Dabei kann das künftige Amt für Gleichstellung nahtlos an die bisherige Arbeit anknüpfen. Martina Arndts-Haupt: “Schon das Frauenbüro hat über eine gute und funktionierende Querschnittsorientierung auch in die Männer- und Jungenarbeit und für LSBTIQ-Themen verfügt.”