70.000 Jecken in ausgelassener und friedlicher Stimmung

– Aufgrund der Wetterprognosen startete heute (4.3.) um 14.11 Uhr der Rosenmontagszug in Münster zwei Stunden später. Etwa 70.000 Karnevalisten trotzten dem Tief “Bennett” und begleiteten den Tross aus 111 Wagen und Fußgruppen. Der närrische Lindwurm startete wie gewohnt am Schlossplatz. Der Wagen von Prinz Leo I. erreichte als Höhepunkt am Schluss nach der fröhlichen Runde durch die Innenstadt gegen 18.15 Uhr wieder den Ausgangspunkt.

“Das mit den Verantwortlichen abgestimmte Sicherheitskonzept war optimal ausgearbeitet, die Fahrzeugsperren an mehreren Stellen störten keinen, es wurde trotz der erwarteten widrigen Wetterumstände ausgelassen und ausgiebig am Straßenrand gefeiert und geschunkelt”, resümierte Einsatzleiter Martin Mönnighoff. “Die eingesetzten Polizistinnen und Polizisten hatten immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Jecken, mussten aber unter anderem auch bei randalierenden und meist alkoholisierten Jugendlichen einschreiten”, erklärte Mönnighoff weiter.

Bei einer Schlägerei am Servatiiplatz schlug ein 18-Jähriger seinem 22-jährigen Kontrahenten mit einer Flasche auf den Kopf und verletzte ihn leicht. Der Begleiter des 18-Jährigen bedrohte den Mann zusätzlich mit einem Messer. Die Täter flüchteten. Polizisten stellten den 18-Jährigen auf der Bahnhofstraße, nahmen ihn in Gewahrsam und ermittelten den 21-jährigen Komplizen.

Am Michaelisplatz belästigten zwei 19-jährige Afghanen drei weibliche Besucher des Umzuges im Alter von 15, 16 und 19 Jahren sexuell. Polizisten nahmen die Tatverdächtigen fest. Bei der Sachverhaltsaufnahme gab sich ein 16-Jähriger bei den Einsatzkräften zu erkennen. Ein Unbekannter Mann habe ihn in den Schritt gefasst.
Die Polizisten stellten den Tatverdächtigen, einen 24-jährigen Dortmunder, in unmittelbarer Nähe. Die Ermittlungen zu diesen Straftaten dauern an.

Insgesamt fertigten die Polizisten 14 Strafanzeigen, erteilten 27 Platzverweise, nahmen 13 Personen in Gewahrsam und drei Personen fest.

Im Trubel des Feierns verloren einige Kinder ihre Eltern aus den Augen. Polizisten halfen bei der Suche und machten die Angehörigen schnell ausfindig.