Alle zwei Minuten ein Wildtierunfall

Wildunfälle gehören zu den täglichen Risiken im Straßenverkehr, meist außerhalb der Innenstädte und Autobahnen im Bundesgebiet. Mit ca. 275.000 Unfällen pro Jahr, handelt es sich dabei um eine nicht geringe Zahl, dies sind umgerechnet 753 pro Tag – Oder anders gesagt, alle zwei Minuten ereignet sich ein Unfall unter Beteiligung eines Wildtieres.

Dazu gehören vom einfachen Blechschaden bis zum schweren Unfall mit mehreren toten oder schwerverletzten Personen alle Schreckens-Szenarien dazu.

Im Kreis Steinfurt hat sich nun eine Arbeitsgruppe gebildet, die umgeben von Landrat Dr. Klaus Effing, mit Vertretern der Kreis Jägerschaft, der Kreispolizeibehörde, sowie der Straßenverkehrsbehörde und der Landwirtschaft, sich der Unfall-Präventionsarbeit mit Wildtieren annehmen will.

Die dazu erforderlichen Sensibilisierungsmaßnahmen für gefährdete Verkehrsteilnehmer und aktive Wildschutzprojekte sollen nun innerhalb der Arbeitsgruppe angegangen werden. Dazu gehört die Beauftragung von fünf Obleuten, zur Feststellung aktueller Zustände durch die Kreisjägerschaft, regelmäßige Öffentlichkeitsarbeit und das Aufstellen auffallender Warnschilder, sowie die intelligente Wildtiersteuerung durch Pflanzen, Salzsteine und Mineral-Leckschalen.

Dieses Projekt aus dem Kreis Steinfurt wird überregional stark an Bedeutung gewinnen, da nach und nach immer mehr Kreise in die Präventionsarbeit eingebunden werden sollen.
Zudem wird es dringend Zeit, sich auch um verunfallte Wildtiere zu kümmern, die leider bei einem großen Anteil der Dunkelziffer Opfer, langsam und sehr qualvoll, oftmals am Straßenrand verenden. Hier kann, bei öffentlicher Sensibilisierung – Abhilfe durch die Jägerschaft gestellt werden. – Getreu dem Motto – Kein Lebewesen muss leidvoll verenden!