Rette deine Umwelt - Münster Journal

Wegschauen war gestern – Mitmachen ist angesagt!

Zahllose Tiere, die ebenso wie wir auf dieser Welt leben, leiden an den Folgen unseres Egoismusses.  Oftmals würden nur ein paar Meter reichen,  den Müll wegzubringen, um verheerende Folgen für Mensch und Tier zu verhindern. Und mal ehrlich, uns gefallen diese Hinterlassenschaften doch auch nicht. So manches verendete Tier würde sich bestimmt mit einem “Danke Arschloch !”, bei den Verursachern bedanken – Liegenlassen ist uncool, wegräumen ist wieder angesagt! – Ob Einweggeschirr, Verpackungen, Flaschen und Co: Nach schönen Sommertagen sehen nicht nur Münsters Grünflächen oft erschreckend vermüllt aus. Das alljährlich – im negativen Sinn – eindrucksvollste Beispiel des sogenannten Litterings, sind die Hinterlassenschaften nach dem “Chillen und Grillen” am 1. Mai auf Grünflächen, am Kanal, am Aasee und weiteren Flächen im Münsterland.

Die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM), das Ordnungsamt und das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit,  sensibilisieren in Kooperation mit bürgerschaftlich engagierten Münsteranerinnen und Münsteranern mit einer besonderen Aktion am Aasee zum 1. Mai für die Littering-Problematik: Der Abfall auf den Flächen rund um den Aasee bleibt nach den Feierlichkeiten bis zum folgenden Nachmittag liegen. Gemeinsam mit bürgerschaftlich organisierten Gruppen wird dann am 2. Mai ab 14 Uhr aufgeräumt. Die AWM stellen in diesem Zuge gleichzeitig den zweiten Teil ihrer Bürgerkampagne “Ich mach´s” vor, in dem es bis Ende September im Schwerpunkt um das Thema Stadtsauberkeit geht.

Die Aktion zum 1. Mai hat drei Ziele. “Wir wollen aufklären, für die Littering-Problematik sensibilisieren und zeigen, wie stark das bürgerschaftliche Engagement für ein sauberes Münster in unserer Stadt ist”, erklärt AWM-Sprecherin Manuela Feldkamp die Hintergründe. Am 1. Mai werden von den AWM beauftragte Teams am Aasee Abfallsäcke verteilen, der Kommunale Ordnungsdienst des Ordnungsamtes und Service-Kräfte des Grünflächenamtes sind als Ansprechpartner vor Ort. “Die Teams achten auf Sicherheit und Ordnung und informieren unter anderem über die zusätzlich vom Grünflächenamt aufgestellten Toiletten sowie die zahlreichen Behälterstandorte zur Entsorgung von Abfällen”, berichtet Hendrik Weihermann, Fachstellenleiter Kommunaler Ordnungsdienst im Ordnungsamt.

Am besten ist es natürlich, Mehrweggeschirr und -verpackungen zu nutzen. Wenn aber doch Abfälle zu entsorgen sind, stehen rund um den Aasee neben 25 großen orangenen Abfalltonnen und zahlreichen Papierkörben außerdem an drei Standorten Unterflurcontainer mit einem Fassungsvermögen von je 1000 Liter zur Entsorgung bereit. Diese befinden sich an den Aasee-Kugeln, zwischen Wewerka-Pavillon und Aasee und in der Nähe des Segelclubs Hansa an der Mecklenbecker Straße. An den “Aasee-Kugeln” (Skulptur “Giant Pool Balls”) und am Segelclub Hansa gibt es zusätzlich Behälter für Grillasche, da diese Flächen von der Stadt als besonders geeignet fürs Grillen festgelegt wurden. “Wir hoffen, dass sich durch die Aktion die Vermüllung der Grünflächen und des Sees im Zuge der Feierlichkeiten zum 1. Mai schon deutlich reduziert “, unterstreicht Matthias Selle Fachstellenleiter Grünflächenunterhaltung im Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit. Ob und was die Aktion bewirkt hat, wird sich am folgenden Tag zeigen.

Die AWM werden am zweiten Mai nicht wie gewohnt frühmorgens am Aasee aufräumen und reinigen. “Wenn die Flächen und der See sauber sind, wäre das natürlich ein schöner Erfolg. Wenn nicht, sind die Folgen des Litterings bis zum Nachmittag sichtbar”, erklärt Feldkamp. Um 14 Uhr rücken dann am 2. Mai die Reinigungsteams der AWM an. Um ein deutliches Zeichen gegen Littering und für einen sauberen Aasee zu setzen, packen auch zahlreiche Mitglieder der Initiative Pro-Aasee um Peter Vogt und Peter Overschmidt mit an. Overschmidt liegt als Inhaber der gleichnamigen Segelschule und Pächter des Aasees dabei eine Sache besonders am Herzen. “Nicht nur die Flächen rund um den Aasee werden durch achtlos weggeworfene Abfälle geschädigt. Auch das Gewässer selbst und die darin lebenden Tiere und Pflanzen nehmen Schaden, wenn die Abfälle ins Wasser geweht werden”, unterstreicht er. Die Idee der Initiative Pro Aasee: Per Tretboot und  ausgestattet mit Keschern werden freiwillige Helfer auf dem Aasee “Abfall fischen”, passend zum Kampagnenslogan der AWM “Damit aus Aasee kein Bähsee wird”. Die Akteure freuen sich, wenn sich zahlreiche weitere Freiwillige an der Reinigungsaktion am 2. Mai beteiligen und ebenfalls ein Zeichen für den Umweltschutz setzen. Die AWM stellen Handschuhe, Abfallsäcke und Müllzangen zur Verfügung, Treffpunkt ist um 14 Uhr an den “Aasee-Kugeln”.  Auch das Münster-Journal widmet sich verstärkt dem Umweltschutz und wird zukünftig über vorbildliche Aktionen von Freiwilligen und Initiativen berichten.  Daher freuen wir uns über Nachrichten, in denen Ihr uns mitteilt, was Ihr – wo, gemacht habt. Gerne nehmen wir auch Bildmaterial dazu.
Infos an: info@muenster-journal.de – Los gehts – Unsere Umwelt braucht uns!


T- Bild: (C)Olympus Sp800uz – Montage – Münster Journal