Gelbe Weste für Hörbehinderte

– Eine gelbe Sicherheits-Warnweste mit dem internationalen Zeichen für Hörbehinderung auf dem Rücken soll kritische Situationen im Straßenverkehr verhindern und hörbehinderte Menschen vor Unfällen schützen. Die Idee zu einer solchen Weste hatte der Ortsverein Münster-Münsterland des Deutschen Schwerhörigenbundes mit seinem Vorsitzenden Joachim Bless. In der Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen (KIB) stieß er mit der neuen Weste auf positive Resonanz. Die Kommission regt an, dass die Ordnungspartnerschaft Verkehrsunfallprävention für ihre Arbeit solche Westen herstellt und verteilt.

“Akustische Signale von hinten wie etwa eine Fahrradklingel, eine Autohupe oder auch einen Zuruf können hörbehinderte Menschen nicht wahrnehmen”, berichtete Joachim Bless in der KIB. “Sie können deshalb nicht angemessen reagieren – und der Warnende wird durch die ausbleibende Reaktion überrascht.” Die Folge sind Situationen, die für beide Seiten, häufig aber besonders für hörbehinderte Menschen gefährlich sind.

Solchen Gefahren soll die Sicherheits-Warnweste mit dem Logo vorbeugen, das ein durchgestrichenes Ohr zeigt. “Auch die ADAC-Stiftung München hat das Problem hörbehinderter Menschen im Verkehr erkannt und deshalb die Herstellung von 100 Westen finanziert”, so Joachim Bless.

In der Kommission wurde deutlich, dass noch viel zu tun ist, um das Bewusstsein für die Situation von Menschen mit Hörbehinderung im Straßenverkehr zu schärfen. Kommissionsvorsitzende Marianne Koch: “Die Warnweste mit dem internationalen Zeichen einer Hörbehinderung passt gut zu den Zielen der Ordnungspartnerschaft Verkehrsunfallprävention und trägt ganz praktisch dazu bei, Inklusion in der Stadt Münster zu leben.”

Wer Interesse an Warnwesten hat, wendet sich an den Vorstand des Schwerhörigenbundes, Ortsverein Münster und Münsterland e.V., mit Sitz in Münster-Hiltrup, Muenster.Hoerbehinderte@web.de