Oberlandesgericht Hamm: 83 Studierende starten Studiengang

– 64 Rechtspflegeranwärterinnen und 12 Rechtspflegeranwärter sind heute, am 1. August 2019, im Oberlandesgericht Hamm vereidigt worden. Sie beginnen gemeinsam mit sieben Aufstiegsbeamtinnen im Bezirk des Oberlandesgerichts Hamm ihren dreijährigen dualen Studiengang “Diplom-Rechtspflege”.
Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger sind Beamte bei Gerichten und Staatsanwaltschaften im früher sog. gehobenen Dienst. In ihren Sachentscheidungen sind sie grundsätzlich nicht an Weisungen von Vorgesetzen, sondern nur an Recht und Gesetz gebunden (“sachliche Unabhängigkeit“). Insofern ist ihre Position mit der eines Richter vergleichbar.

Während der Studienzeit wechseln fachwissenschaftliche Studienabschnitte an der Fachhochschule für Rechtspflege in Bad Münstereifel mit Praxisabschnitten bei Gerichten und Staatsanwaltschaften im Bezirk. Nach Abschluss der Ausbildung, während derer sie bereits monatliche Anwärterbezüge von über 1.300 EUR erhalten, werden die Absolventen als Fachhochschuljuristen bei den Gerichten und Staatsanwaltschaften des Bezirks eingesetzt. Dort nehmen sie vielfältige Aufgaben aus den Bereichen der Rechtspflege und der Gerichtsverwaltung wahr. Insbesondere versteigern sie Immobilien, sind für Änderungen im Grundbuch und im Handelsregister verantwortlich, erlassen Mahnbescheide, erteilen Erbscheine und wickeln Insolvenzverfahren ab.

Das Oberlandesgericht Hamm stellt Anwärterinnen und Anwärter für den Rechtspflegerberuf ein – 76 in diesem Jahr und voraussichtlich 90 im Jahr 2020!
Aktuell können sich Interessierte für das Jahr 2020 bewerben. Bewerbungen sind möglich über das Online-Bewerbungsportal
www.bewerbungsportal-justiz-nrw.de/BVPlus .

Ausführliche Informationen zum Berufsbild der Rechtspflegerin und des Rechtspflegers, zur Ausbildung sowie zu Aufstiegschancen stellt das Ministerium der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen zur Verfügung unter www.justiz.nrw.de/Karriere/index.php oder unter www.menschen-im-sinn.justiz.nrw .