Wer glaubt die Geschichten vom fliegenden Teppich seien aus einer längst

Wer glaubt, die Geschichten von  fliegenden Teppichen seien aus einer längst vergessenen Welt, irrt sich. Thomas Alexander Nufer lässt zum zweiten Mal die Teppiche auf dem ehrwürdigen Domplatz “einfliegen”. Die Region und das Land glaubt an ihn und seine Visionen. So eilte am Dienstagvormittag die NRW-Heimatministerin des Landes, Ministerin Ina Scharrenbach von Düsseldorf nach Münster und übergab OB Markus Lewe einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 29.000 Euro. Und damit alles seine Ordnung hatte, gegen die Unterschrift des Oberbürgermeisters, “damit der West-Östliche Diwan auch in diesem Jahr fliegen kann”. 

 “Ein tolles Projekt, das Menschen miteinander verbindet”, lautete das Kompliment von NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach, für den West-Östlichen Diwan in Münster. Dieser wird am 31. August und 1. September zum zweiten Mal mit rund 500  Teppichen auf dem Domplatz einen Begegnungsraum für Menschen aus dem deutsch-westfälischen und dem arabisch-persischen Kulturraum schaffen.

Initiator der Veranstaltung ist Thomas Alexander Nufer, Projektträger das münstersche Eine-Welt-Forum. Unter den Skulpturen der Dichter Goethe und Hafis, begegnen sich beim West-Östlichen Diwan die arabische-persische und die deutschen Sprache in Literatur und Poesie, Schauspiel, Musik und Tanz. Urfaust in Persisch, Hafis-Texte auf Plattdeutsch, Baklava mit Käsekuchen – arabische, iranische und westfälische Kunst- und Kulturschaffende, Chöre, Erzählerinnen und Gastronomen wirken mit. Damit wird der Platz im Zentrum der Stadt zum Ort aus 1001 Nacht in dem Geschichten, Erfahrungen und Erlebnisse ausgetauscht werden.

“Ein faszinierendes Erlebnis von Zusammenhalt”, erinnerte sich Oberbürgermeister Lewe an die erste Auflage der Veranstaltung vor einem Jahr. Sie habe die Qualitäten eines neuen Formats, um den öffentlichen Raum zu bespielen. “Die Ehre gebührt Hafis und Goethe”, gab sich Initiator Nufer bescheiden. Goethes Gedichtsammlung West-Östlicher Diwan, die dem Projekt den Namen gegeben hat, sei vor nun 200 Jahren erschienen. Darin hält Goethe fest, worum es geht: “Wer sich selbst und andere kennt, wird auch hier erkennen: Orient und Okzident sind nicht mehr zu trennen.”

Das erfolgreiche Projekt des vergangenen Jahres soll in diesem Jahr fortgeführt werden, da es eine immense politische Bedeutung für demokratie – und freiheitsfördernde Ansätze zeigt und Misstrauen sowie Vorurteilen entgegenwirkt. Die Gesamtkosten der Aktion belaufen sich auf rund 58.000 Euro