Landwirtschaft rockt – Mit heftigen Rückschlägen zum Erfolg

– Der Landwirtschaftsverlag zeigt, wie wichtig das Umland der größeren Städte für die Menschen ist. Auch bekannte Künstler stammen oftmals aus den kleineren Vororten. So ist in unserer Region Henning Wehland ein beeindruckendes Beispiel für eine Gummistiefel-Kariere. Mit dem Wettbewerb „Landwirtschaft rockt!“ sucht der Landwirtschaftsverlag Bands vom Land. Hierbei steht der beliebte Rockmusiker Henning Wehland, auch Frontmann der H-Blockx und Mitglied der „Söhne Mannheims“, Pate, bei der Aktion.

In diesem Jahr feierte der Landwirtschaftsverlag aus Münster das 175-jährige Bestehen des Wochenblatts, einem Magazin für „Landwirtschaft und Landleben, und so war ein großes Festival auf dem Flugplatz Borkenberge bei Lüdinghausen geplant. Die Vorbereitungen für dieses Festival waren fast abgeschlossen, erwartet wurden rund 35-40.000 Gäste, doch dann kam für das Großereignis der Schlag ins Gesicht. Die 175-Jahre Party, das Festival „Landwirtschaft rockt, sowie die 1. Westfälische Landwirtschaftsmesse, mussten für den Naturschutz (Ein Feldlerchen-Paar brütete auf dem Gelände) weichen. Die Dreifach-Veranstaltung wurde sofort abgesagt und konnte nur in stark abgespeckter Version auf dem agravis-Gelände am Industrieweg in Münster durchgeführt werden.

Von ursprünglich bis zu 40.000 Gästen, verblieben bei dem geschrumpften Megaevent, letztendlich noch rund 500 zahlende Gäste, sowie etwa 100 Ehrengäste. Doch dies tat der erstklassigen Veranstaltung keinen wirklichen Abbruch – Menschen im Münsterland mit landwirtschaftlichen Genen, stecken vieles weg, ob schlechtes Wetter oder Absagen wegen brütenden Vögeln. Die Gewinnerband des Musikwettbewerbes „7 Miles aus Albersloh“, hätten wahrlich ein breiteres Publikum für ihren ersten großen Auftritt verdient gehabt. Denn sie traten selbstbewusst und professionell auf und brachten die Gäste vom ersten Moment, durch den neuen 7-Miles-Sound“ aus Albersloh, in eine stimmige Atmosphäre. Diese wurde von den Gästen sofort feiernd angenommen.

Beeindruckt von ihrem ersten Auftritt waren auch einige Medienvertreter, die in der Regel gar nicht so einfach von allen Darbietungen zu beeindrucken sind. Wer die Chance, hat der Gruppe „7-Miles“ zu begegnen, sollte nicht zögern und sich ihrer Musik hingeben.

Mit dieser „Vorband“ hatte dann das routinierte „Henning Wehland Konzert“ beste Voraussetzungen für das „Der Letzte an der Bar“ – Konzert im Anschluss.

Jetzt war es nicht mehr die Landwirtschaft rockt, sondern der Industrieweg rockt. So sehr, dass bei der anschließenden Jubiläumsparty sogar Gäste vom zeitgleich stattfindenden Oktoberfest angelockt wurden, um die Party im Festzelt mitzufeiern.

OB-Praktikant Henninge Wehland, war von der Praktikumswoche und den Vorbereitungen des Festivals inkl. vieler unterstützender Starthilfen bei der Gewinnerband und dem anstrengendem Konzert so sehr ausgepowert, dass er ausnahmsweise einmal nicht der Letzte an der Bar war, und sich zur nächtlichen Ruhe begab. Während des Konzertes erzählte er von den überwältigenden Erlebnissen als Praktikant, den unglaublich tiefen Einblicken in die Politikwelt und einem Mann an der Stadtspitze, dem die Bürger in Münster gar nicht dankbar genug seinen könnten für seine Arbeit. Ein Mann, der seine Stadt wirklich von Herzen liebt und für deren Menschen er immer alles geben würde.

Nebenbei sei noch zu sagen, durch diese Woche an der Seite des Oberbürgermeisters, sei ihm Münster noch einmal sehr viel näher ans Herz gewachsen, als ihm dies schon vorher bewusst war. Daher sei ein Rückzug von Berlin wieder nach Münster sehr viel wahrscheinlicher geworden, denn die Identität der liebenswerten Großstadt mit ihren landwirtschaftlichen Einflüssen und tollen Menschen, macht den Charakter der lebenswertesten Stadt der Welt nachvollziehbar – Und diese Stadt macht süchtig! So wie wir meinen – Auch nach Menschen wie Kira und Henning Wehland – Die ihr Herz am rechten Fleck haben.


Bilder: ADL