Deutschland-Takt: Fahrplanmodell (Fern- und Regionalverkehr) für das Jahr 2030+

Noch bevor das Jahr 2020 begonnen hat, klopft die Zukunft des Bahnverkehrs an die Endgeräte unserer Leser(innen) an. Wir freuen uns, schon jetzt, das Fahrplanmodell der Jahre 2030+ hier im Münster-Journal präsentieren zu können. – Bereits am 07.05.2019 wurde im Rahmen des Zukunftsbündnisses Schiene durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) der zweite Gutachterentwurf zum „Deutschland-Takt 2030+“ kommuniziert. Darin stellen verschiedene Netzübersichten in grafischer Form u.a. das Grundgerüst eines Fern- und Regionalverkehrsnetzes für die Zeit nach dem Jahr 2030 dar. Aus der Übersicht gehen Taktzeiten, Linien und geforderte Zugkategorien, nicht jedoch ein vollständiger Fahrplan hervor.

Auf Basis dieser Netzgrafiken bildet die Datenbank Fernverkehr ein vollständiges Fahrplanmodell ab. Alle aus der Datenbank bekannten Funktionen (u.a. Kursbuchtabellen, Fahrplanauszüge, Bahnhofstafeln und diverse Einzelsuchfunktionen (Recherche nach Linien, Zuggattungen, Zugnummern) sowie konkrete Relationssuchen stehen zur Verfügung. Vor dem Start empfiehlt sich die Durchsicht der nachfolgenden Hinweise.

Hinweise

  • Planungsgrundlage ist die Datei „Zielfahrplan Deutschland-Takt – Zweiter Gutachterentwurf Fernverkehr“ der SMA und Partner AG vom 07.05.2019.
  • Die wichtigsten Funktionen im Zusammenhang mit dem Deutschland-Takt sind im Handbuch beschrieben.
  • Aktuell sind alle geplanten Fernverkehrslinien sowie der gesamte Regionalverkehr in den Bundesländern Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland enthalten. Die übrigen Bundesländer folgen in den kommenden Tagen.
  • Im Fernverkehr wird mit Ausnahme der Linien FR 91-FR 93 ein Betrieb durch die DB Fernverkehr AG unterstellt. Generell ist eine Nutzung auch durch jedes andere Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) möglich.
  • Sämtliche Linien wurden 1:1 aus dem Gutachterentwurf übernommen.
  • Einschränkungen zu Verkehrstagen (Feiertage, Wochenenden) sind nicht berücksichtigt. Für jeden Zug wird eine täglich durchzuführende Fahrt angenommen. Es ist selbstverständlich anzunehmen, dass später – so wie aktuell üblich – insbesondere am Tagesrand nicht jede Verbindung täglich angeboten wird.
  • Halte im Ausland sind nicht vollständig abgebildet.
  • ggf. geplante Infrastrukturprojekte im Ausland sind z.T. nicht berücksichtigt, sodass sich Fahrzeiten außerhalb des DB Netzes noch verändern können.
  • Sofern mit dem Gutachterentwurf konfliktfrei möglich sind vereinzelte Züge mit einem Linientausch dargestellt (so werden z.B. typische Direktverbindungen in Urlaubsregionen ermöglicht).
  • Start- und Zielbahnhöfe im Ausland orientieren sich am bestehenden Angebot. Jedoch ist im Verlauf der kommenden 10 Jahre anzunehmen, dass Europa auch auf der Schiene weiter zusammenwächst. Vereinzelt finden sich in diesem Fahrplan daher Zugläufe, welche im aktuellen Fahrplan noch nicht umsteigefrei angeboten werden.
  • Aktuell findet seitens der Verantwortlichen unter Federführung des BMVI eine verkehrliche und wirtschaftliche Bewertung des vorliegenden Entwurfes statt. Ggf folgen daher in den kommenden Jahren Anpassungen.
  • Im Regionalverkehr sind auf bestimmten Linien einige Zwischenhalte nicht dargestellt, da diese im Entwurf des Deutschland-Taktes nicht ausgewiesen sind. Bei den jeweiligen Zügen findet sich in diesem Fall ein Hinweis.

Fahrplanmodell 2030+