Mögliche Behinderungen durch Verlegung von US-Streitkräften

Im Rahmen der planmäßigen Rotation der US-Streitkräfte in Osteuropa erfolgt die Verlegung der 2. Brigade der 1. Kavalleriedivision aus den USA nach Europa. Parallel hierzu erfolgt die Rückverlegung der 1. Brigade der 1. US-Infanteriedivision aus Europa über Deutschland in die USA. Das militärische Großgerät der 2. Brigade der 1. Kavalleriedivision wird über den Seeweg in den niederländischen Hafen Vlissingen nach Europa verlegt. Die Entladung ist ab dem 11.Oktober 2019 geplant.

Ab dem 14.Oktober 2019 werden rund 570 Fahrzeuge, ausschließlich gewichts- und maßgerechte Radfahrzeuge, im Straßenmarsch von Vlissingen nach Polen verlegen. Der Straßentransport führt auch durch Nordrhein-Westfalen, im Schwerpunkt über die A 2. Zwischenstopps sind in Rheindahlen und Augustdorf vorgesehen. Kettenfahrzeuge werden auf die Bahn verladen und auf dem Schienenweg transportiert. Durch die Militärtransporte sind zeitweilige Behinderungen des Straßenverkehrs auf den Autobahnen nicht auszuschließen. Die Marschbewegungen werden planmäßig in den Nachtstunden stattfinden.

Die US-Operation „Atlantic Resolve“ zielt darauf ab, Frieden und Stabilität in den osteuropäischen NATO-Ländern zu sichern. Hierzu werden unter Führung der US-Streitkräfte seit April 2014 kontinuierlich Maßnahmen zur Ausbildung und Sicherheitskooperation mit Verbündeten wie Estland, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Bulgarien und Ungarn durchgeführt. Die Bundeswehr leistet bei der Operation „Atlantic Resolve“ Unterstützung über die Streitkräftebasis, die im Rahmen des „Host Nation Support“ Hilfeleistungen an verbündete oder befreundete Streitkräfte während ihres Aufenthaltes in Deutschland koordiniert. Über die Infrastruktur und Fähigkeiten der Streitkräftebasis werden u.a. Abstellflächen, Lagerkapazitäten, Betriebsstoffe, Unterkunft und Verpflegung, Instandsetzung, Transport und Umschlag zur Verfügung gestellt.