Städteappell zum Verbot von Atomwaffen

SPD begrüßt Umsetzung des eigenen Antrags zur Unterstützung des ICAN-Städteappells zum Verbot von Atomwaffen  „Wir freuen uns, dass unser Antrag umgesetzt wird und Münster nun, wie bereits weitere deutsche Städte, den ICAN-Städteappell zum Verbot von Atomwaffen unterstützt. Gerade in der Stadt des Westfälischen Friedens müssen wir der Schutzverantwortung für Krisen- und Katastrophenunfälle gerecht werden und auch den vielen Bürgerinnen und Bürger eine Stimme verleihen, die sich leidenschaftlich für ein Verbot von Kernwaffen einsetzen“, äußert sich Beate Vilhjalmsson, Bürgermeisterin und kulturpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion, angesichts der Nachricht des Oberbürgermeisters, die Antragsinitiative ihrer Fraktion aufgreifen und dem ICAN-Appell (International Campaign to Abolish Nuclear Weapons) beitreten zu wollen.

Die SPD hatte sich bereits im Mai dafür eingesetzt, dass sich Münster dem Städtebündnis zum Verbot von Atomwaffen anschließt und so aktiv bei der Bundesregierung um Unterzeichnung des entsprechenden UN-Verbotsvertrages wirbt. Besonders vor dem Hintergrund der aktuellen geostrategischen Machtverschiebungen sowie der Modernisierungsvorhaben bestehender Atomwaffenbestände während zeitgleich Verbots- und Abrüstungsverträgen aufgekündigt werden sei dieser Beitritt zum 2017 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneten Bündnis ein wichtiges Signal.
“Atomwaffen stellen eine besondere Bedrohung für Städte dar. Im Ernstfall sind sie es, die unmittelbar zum Ziel eines atomaren Angriffs werden. Städte sind also direkt betroffen und sollten deshalb auch selbst Position beziehen und sich aktiv in die Diskussion einbringen”, erläutert Vilhjalmsson die Hintergründe des nun umgesetzten SPD-Antrags.