Bürgerinnen und Bürger entwickeln Ideen für das Zusammenleben über Grenzen hinweg

Der Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales teilt mit:
Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat im Beneluxjahr.NRW 2019 alle Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, in einem moderierten Dialogverfahren Ideen zur künftigen Zusammenarbeit mit Belgien, den Niederlanden und Luxemburg einzubringen. Die Ergebnisse aus landesweit vier Dialogveranstaltungen hat Europaminister Stephan Holthoff-Pförtner jetzt auf der Abschlussveranstaltung der Reihe NRW.Dialog.BENELUX unter anderem mit dem Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen im Rathaus der Stadt Essen diskutiert. Zu den Ideen gehören zum Beispiel ein Bürgerfest mitten auf der Grenze oder die Förderung des Jugendaustauschs.

Minister Holthoff-Pförtner: „Die Bürgerinnen und Bürgern wissen am besten, was eine gute Nachbarschaft ausmacht, wo es Verbesserungspotenzial in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit gibt. Mit der Dialogreihe NRW.Dialog.BENELUX greifen wir die Vorschläge für die Arbeit der Landesregierung auf. Der Abschlussbericht ist für mich von großem Wert. Mein Dank gilt den vielen Teilnehmern, die sich für die Zukunft unserer einzigartigen Nachbarschaft mit den Benelux-Staaten einsetzen.“

Der Minister weiter: „Ich freue mich über die Vielfalt der Vorschläge – von sprachlicher Bildung über Mobilität bis hin zu grenzüberschreitenden Kulturveranstaltungen. Viele der vorgeschlagenen Themen stehen auf unserer Agenda. Das zeigt: wir befinden uns als Landesregierung auf dem richtigen Weg.“

Zwischen Juni und September 2019 haben in der Reihe NRW.Dialog.BENELUX vier Dialogveranstaltungen in Aachen, Münster, Krefeld und Paderborn stattgefunden. Weitere Vorschläge aus den Dialogen sind die Einführung eines Euregio-Beauftragten an Schulen, intensiveres Sprachenlernen an Schulen und in Firmen und der Aufbau eines Benelux.NRW-(Bürger-)Portals, das relevante Informationen auf einer zentralen Informationsdrehscheibe zugänglich macht.

Die Beteiligungsreihe NRW.Dialog.BENELUX richtete sich ausdrücklich an alle Interessierten. Vorwissen oder besondere Expertise waren nicht erforderlich. Im Anschluss an die vier Beteiligungsveranstaltungen wurden die Ideen ausgewertet, um sie in die künftige Ausrichtung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Nordrhein-Westfalen und dem Beneluxraum einfließen zu lassen. Der Abschlussbericht wird auf dieser Veranstaltung in Essen finalisiert und kann Ende nächster Woche unter www.mbei.nrw abgerufen werden.

Die Niederlande, Belgien und Luxemburg teilen sich mit Nordrhein-Westfalen einen gemeinsamen Lebens- und Wirtschaftsraum im Herzen Europas. Die Länder verbindet eine enge Freundschaft und gute Nachbarschaft, die sich in vielfältiger Zusammenarbeit auf politischer und bürgerschaftlicher Ebene zeigt. Mehr als 130 Partnerschaften und Freundschaftskontakte bestehen zwischen Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen und dem Benelux-Raum. Jeden Tag pendeln rund 200.000 Menschen über die Grenzen zur Arbeit in ein anderes Benelux-Land oder von dort nach Deutschland. Das Handelsvolumen mit dem Benelux-Raum beläuft sich auf 90 Milliarden Euro pro Jahr.

Beneluxjahr.NRW 2019
Bis Dezember findet aus Anlass des zehnjährigen Jubiläums der Unterzeichnung der privilegierten Partnerschaft zwischen Nordrhein-Westfalen und der Benelux-Union zum ersten Mal in der Landesgeschichte Nordrhein-Westfalens ein Beneluxjahr mit zahlreichen Terminen und Aktivitäten statt. Einen Überblick über die Bandbreite der Zusammenarbeit, die in Nordrhein-Westfalen im Benelux-Kontext stattfindet, finden Sie hier.