Grundlage zur NRW-Nutztierhaltungsstrategie

Das Bild zeigt Susanne Schulze Bockeloh links neben NRW-Ministerin Ursula Heinen-Esser mit weiteren Vertretern aus Ministerium und Landwirtschaft./Westfälisch-Lippischer Landwirtschaftsverband

„Gute Grundlage für langfristige Zukunftsperspektiven unserer Tierhalter“
Strategie klärt zentrale Fragen zu Tierwohl, Umweltschutz, Baurecht und Finanzierung

Susanne Schulze Bockeloh, Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Münster und Kandidatin für das WLV-Präsidentenamt, begrüßt die gestern von NRW-Agrar- und Umweltministerin Ursula Heinen-Esser in Berlin vorgestellten Eckpunkte für eine Nutztierhaltungsstrategie und konnte vor Ort die Interessen ihrer Berufskollegen einbringen. Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MULNV) erörterte die Strategie gegenüber Interessenvertretern aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt, Tierwohl und Verbraucherschutz.

„Die Vorschläge für eine NRW-Nutztierhaltungsstrategie sind eine gute Grundlage, um unseren Tierhaltern langfristig gute Zukunftsperspektiven zu bieten. Die Strategie berücksichtigt die zunehmenden Anforderungen an das Tierwohl und den Umweltschutz ebenso, wie es Ansprüche an das Baurecht und wichtige Fragen der Finanzierung für unsere Bauernfamilien klärt. Insofern schafft diese Strategie erste Rahmenbedingungen, um die Zukunft unserer Tierhaltung in Westfalen-Lippe zu gestalten“, macht Susanne Schulze Bockeloh deutlich. „Dieser Ansatz kann nicht von heute auf morgen umgesetzt werden. Wichtig ist, dass beabsichtigte Veränderungen zunächst mit wissenschaftlicher Begleitung in der Praxis erprobt werden. Ein daraus resultierendes neues Stallkonzept muss unseren Landwirtinnen und Landwirten die Sicherheit geben, dass es langfristig sowohl gesellschaftliche Anforderungen integriert, als auch Planungssicherheit und eine entsprechende Finanzierung bietet“ sagt Susanne Schulze Bockeloh.

Die WLV-Offensive Nachhaltigkeit bietet eine gute Grundlage, um konkrete Maßnahmen umzusetzen. „Wir Landwirte müssen uns, wie alle Wirtschaftsbereiche, neuen Herausforderungen stellen. Deshalb gibt es bereits Anstrengungen zum Tierwohl sowie zum Insekten-, Klima- und Umweltschutz. Mit unserer 2017 angestoßenen Offensive Nachhaltigkeit übernehmen wir Verantwortung und haben in Westfalen-Lippe bereits frühzeitig Handlungsbedarfe analysiert und daraus konkrete Maßnahmenpläne abgeleitet, die nun in die Nutztierhaltungsstrategie einfließen können“, so Susanne Schulze Bockeloh.