Baubeschluss für Modernisierung des LWL-Planetariums

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) will sein Planetarium im LWL-Museum für Naturkunde in Münster für knapp vier Millionen Euro modernisieren. Der entsprechende Baubeschluss hat am Mittwoch (12.2.) den LWL-Kulturausschuss passiert. Die endgültige Entscheidung soll am 20. März im Landschaftsausschuss fallen.

Die Kosten der technischen Modernisierung und Sanierung des LWL-Planetariums belaufen sich auf insgesamt 3.995.000 Euro und werden vom LWL getragen. gebaut wird voraussichtlich 2021, in dieser Zeit wird das Planetarium geschlossen sein. Der Museumsbetrieb wird normal fortgesetzt.

“Neue technische Entwicklungen wie virtual reality werden die Sehgewohnheiten ändern. Wir müssen unsere Besucherinnen und Besucher deswegen noch stärker in das Planetariums-Erlebnis hineinziehen”, begründete LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger die Modernisierung vor dem Ausschuss in Vreden. “Wer sich beim virtuellen Flug durch die Saturnringe unwillkürlich tiefer in den neuen Planetariumssessel drückt, hat dieses Erlebnis.”

Neben technischen Erneuerungen und baulichen Sanierungen, etwa der Lüftungsanlage, wird vor allem der Planetariums-Saal neugestaltet, damit ein Besuch des Planetariums auch in Zukunft immer attraktiv ist: Die Bestuhlung wird erneuert (mit zehn Zentimeter mehr Beinfreiheit), und in ansteigenden Sitzreihen neu aufgestellt. Die Einrichtung einer Bühnenfläche wird ansprechendere wissenschaftliche und kulturelle Präsentationen im Planetarium möglich machen und das Gruppenerlebnis im Sternentheater weiter verbessern. Zwei barrierefreie Rampen und leicht demontierbare Stühle in der ersten Reihe werden zudem ein inklusives Erlebnis sicherstellen.

Die Projektionskuppel aus den 1980er Jahren wird erneuert, um für brillantere Bilder zu sorgen. Die höhere Sitzposition auf den ansteigenden Sitzreihen wird dazu beitragen, dass Gäste das 360-Grad-Bild über den Köpfen intensiver erleben können als bisher.

Für die multimedial immer aufwendigeren Vorführungen und für Vorträge, Lesungen und Konzerte wird auch die Raumakustik im Planetarium verbessert. Um gute akustische Eigenschaften zu erhalten, werden alle Oberflächen wie Böden und Wände, aber auch der für den Besucher unsichtbare Raum oberhalb der schalldurchlässigen Projektionskuppel, nach einem akustischen Konzept mit 60 Lautsprechern neu gestaltet.