Experten finden DNA-Spuren – Wer kann Angaben zu der Gasflasche machen?

Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Münster, der Polizei Steinfurt und der Polizei MünsterMK. Mordkommission. Polizei. Münster, Journal

Nach der Explosion in einem Wohnhaus am Diekesdamm in Lienen hat die Staatsanwaltschaft Münster für Hinweise, die zur Aufklärung der Straftat führen, eine Belohnung in Höhe von 5.000 Euro ausgelobt.

 

“Jeder noch so kleine Hinweis aus der Bevölkerung kann für uns entscheidend sein”, erläuterte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. “Unser Ziel ist es, die Tat so schnell wie möglich aufzuklären. Experten des Landeskriminalamtes haben in den vergangenen Tagen die Gasflasche untersucht und  DNA-Spuren gefunden. Die Spurensuche an der Kerze ist noch nicht abgeschlossen.”

Die weiteren Ermittlungen sollen klären, ob die bislang gesicherten DNA-Spuren tatrelevant sind. Bislang haben die Ermittler auch keine konkreten Hinweise auf die genaue Herkunft der Gasflasche.

“Wir suchen Zeugen, die unter anderem Angaben zu der Gasflasche machen können”, erläuterte der Leiter der Mordkommission Kriminalhauptkommissar Thomas Götze.

“Insbesondere interessiert uns, woher diese auffallende Flasche stammt oder wer sie zuletzt benutzt hat.”

Das Foto zeigt die am Tatort gefundene Gasflasche. Bildrechte: Polizeipräsidium Münster

Ein Originalfoto der am Tatort gefundenen Gasflasche (circa 20 Liter) ist beigefügt. Die Ermittlungen dauern an.

Über die Zuerkennung und Verteilung der Belohnung wird unter Ausschluss des Rechtsweges nach Maßgabe der Bedeutung der einzelnen Hinweise entschieden.

Die Belohnung ist ausschließlich für Privatpersonen und nicht für Beamte bestimmt, zu deren Berufspflicht die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört.

Sachdienliche Hinweise nimmt die Mordkommission unter der Telefonnummer 02551-155678 oder per Email (hinweis.lienen@polizei.nrw.de) entgegen.


– Nachtrag zur Presseerklärung “Explosion in Lienen möglicherweise vorsätzlich herbeigeführt? – Mordkommission im Einsatz”

Nach der Explosion in einem Wohnhaus am Diekesdamm in Lienen hat die ermittelnde Mordkommission die Spurensuche am Tatort gestern (13.2.) abgeschlossen. “Wir haben im Keller des Hauses ein Kerze gefunden und sichergestellt”, erklärte der Leiter der Mordkommission Kriminalhauptkommissar Thomas Götze. “Nach den bisher durchgeführten Ermittlungen und Zeugenvernehmungen gehen wir davon aus, dass durch die brennende Kerze in Verbindung mit dem ausströmenden Gas die Explosion im Keller herbeigeführt worden ist.” Der 19-jährige Feuerwehrmann, der bei der Suche nach Personen im Haus verstarb, wurde mittlerweile im Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Münster obduziert. “Der junge Mann ist von herabstürzenden Trümmerteilen erschlagen worden”, fasste Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt das Obduktionsergebnis zusammen. Die am Tatort sichergestellte Gasflasche und die Kerze werden nun mit Vorrang beim Landeskriminalamt in Düsseldorf auf auswertbare Spuren untersucht. “Wir sind zuversichtlich, dass an diesen Gegenständen verwertbare Spuren gefunden werden”, erläuterte der Leiter der Mordkommission. “Insbesondere hoffen wir auf DNA-Spuren.” Die Ermittlungen der 16-köpfigen Mordkommission gehen mit Hochdruck weiter, unter anderem hat die Kommission auch Experten des Landeskriminalamtes, sogenannte Profiler, eingebunden. “Wir haben derzeit keine Hinweise darauf, dass am vergangenen Samstag bewusst Feuerwehrleute getötet werden sollten”, sagte der Oberstaatsanwalt. “Die Ermittlungen gehen in alle Richtungen, insbesondere müssen wir bedenken, dass das Haus frei zugänglich war und Mitglieder aller Wohnparteien sich am Vormittag des 8. Februars im Haus befanden. Wir können derzeit nicht ausschließen, dass die Tat von einer oder mehreren Personen begangen worden ist, die nicht in dem Haus lebten. Das Motiv für die Tat ist weiter unklar.” Die Mordkommission steht in engem Kontakt zu den Angehörigen und bittet auch in ihrem Interesse um sachdienliche Hinweise (02551-155678 oder per

Email: hinweis.lienen@polizei.nrw.de) Medienauskünfte erteilt Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt unter der Telefonnummer 0172-2913810