Tagesarchive: 13. März 2020

Corona – Schulen in NRW werden geschlossen

Ministerpräsident Armin Laschet greift zu einem sehr drastischen Mittel mit starken Nebenwirkungen. Auch der Start des Sommersemesters an den Hochschulen wird verschoben. Heute stellte er das Landespaket der Regierung vor. Für viele bedeutet diese Entscheidung nun endlich Klarheit, auch wenn dadurch für sehr viele Menschen neue Nöte bevorstehen.

Ab Montag wird es in NRW geschlossene Schulen geben. Vorerst bis zum 19. April /(20.April). Doch es bedarf nun keiner Ängste in der Bevölkerung. Wichtig ist jetzt sofort ein klarer Kopf und vieler Menschen, die bei der Bekämpfung dieser ernsthaften Erkrankung unserer Welt zusammenstehen. Wir müssen unseren Entscheidern sehr dankbar für diese teilweise unpopulären Maßnahmen sein, und alle gemeinschaftlich bei der Verhinderung weiterer Ansteckungen mithelfen. Es ist uns wohl allen eindeutig klar, der Patient „Welt“ muss um jeden Preis gerettet werden. Auch wenn der Gürtel bei einigen enger gebunden werden muss. Und um es gleich zu sagen, diese Krankheit wird nur bei wenigen von uns zu lebensbedrohlichen Folgekrankheiten führen. Doch wen wollen wir opfern, wenn Wenige, Lebensmittel und Hygienemittel auf Kosten aller horten und somit echt Bedürftige gefährden.

Sagen wir es in einer anderen Sprache – „Dies ist keine Übung – Es ist der Ernstfall!“ Auch wenn Sie ansonsten ein Fan von Verschwörungstheorien sind. Es ist nun eine Zeit, wo wir gemeinschaftlich zusammenhalten müssen.

Bedenken Sie, dies alles sind Notsituationen in einem bisher noch niemals aufgetretenen Fall in dieser Größenordnung. Nutzen wir unsere Kraft der Vernunft, um auch kleine Schutzmaßnahmen zu unser aller Gesundheit zu treffen. Nur so wird wohl auch am Ende die Vernunft der Sieger über diese Krise sein. Doch wenn jetzt nicht gehandelt wird, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bevor durch immer weitere Infektionen unser Gesundheitssystem zusammenbricht. Schon jetzt sind vorhandene Mittel sehr begrenzt und drohen immer weiter an ihr Limit zu geraten. Wer sich selbst und seine Liebsten schützen will, muss durch eine vernünftige Ernährung jetzt unbedingt sein Immunsystem stärken. Dies ist auch bei anderen Infektionen die beste Vorbeugung und in vielen Fällen ein echtes Überlebenspaket für unsere Körper.

Leider gibt es auch jetzt noch viel zu viel Menschen, die die Situation nicht oder viel zu wenig ernst nehmen. Dieses Verhalten gefährdet uns alle. Alle getroffenen Maßnahmen sind definitiv alternativlos. Wir brauchen jetzt Menschen die handeln, Hygienegrundlagen ernst nehmen und die Verunsicherung in der Umgebung eindämmen. Denken Sie daran, diese Unterstützung von Ihnen hilft Ihnen und allen anderen Menschen. Sprüche wie „Es ist doch alles Panikmache“, produzieren erst recht eine Panik. Doch jede noch so kleine Mithilfe bei den Schutzmaßnahmen wird Leben retten. Also packen wir es an! Und lasst jetzt, gerade in diesen Tagen, nicht die Alten im Regen stehen, sie sind durch die Tatsache der hohen Anfälligkeit für Folgekrankheiten schon mehr als genug belastet.


Die Landesregierung hat heute (13. März) beschlossen, den Beginn der Vorlesungszeit an den nordrhein-westfälischen Hochschulen wegen der Ausbreitung des Corona-Virus auf den 20. April zu verschieben. Der Erlass gilt damit auch für die Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU). Die Vorlesungszeit endet nach aktuellem Stand wie vorgesehen am 17. Juli. „Um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und die Gesundheit aller zu schützen, ist diese Maßnahme sinnvoll und notwendig“, betont Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels und schließt sich damit der Linie des Landes an.

Die Universitäts- und Landesbibliothek schränkt ab Samstag (14. März) ihren Betrieb ein und schließt unter anderem alle Lesesäle und Lernplätze im Hauptgebäude am Krummen Timpen. Die Öffnungszeiten werden eingeschränkt.

Der Krisenstab der WWU unter Leitung von Johannes Wessels hat darüber hinaus konkrete Umsetzungsmaßnahmen für die Aufnahme des Lehrbetriebs beschlossen, die in den kommenden Tagen weiter ausgearbeitet werden. Aufgrund des nun um zwei Wochen verkürzten Semesters soll die traditionelle Pfingstferienwoche für den regulären Lehrbetrieb genutzt werden. Exkursionen werden bis auf weiteres ausgesetzt.

Der Prüfungsbetrieb ist derzeit nicht gefährdet und läuft weiter, damit den Studierenden möglichst wenige Nachteile entstehen. Prüfungen mit mehr als 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden auf mehrere Räume mit besonderen Abstandsregelungen verteilt. Für notwendige, auf den Lehrbetrieb im Sommersemester vorbereitende Kurse gelten dieselben Regelungen.

Die Hochschulsportangebote werden bis zum 20. April eingestellt. Öffentliche Veranstaltungen außerhalb des Lehrbetriebs hatte die WWU bereits Anfang März bis zum Ende des Monats abgesagt. Diese Regelung wird zunächst bis Ende Mai verlängert.

Wegen der zeitlichen Beschränkung des Semesters prüfen die Verantwortlichen der WWU derzeit auch, in welchem Umfang Studierende schon vor Semesterbeginn Lehrmaterialien digital zum Selbststudium zur Verfügung gestellt bekommen können.

Die WWU schafft für ihre Beschäftigten flexible Möglichkeiten, um Betreuungsaufgaben mit dienstlichen Verpflichtungen bestmöglich vereinbaren zu können und Infektionsrisiken zu reduzieren. In Vorbereitung sind auch IT-Maßnahmen, die es Wissenschaftlern und Beschäftigten ermöglichen, von Zuhause aus zu arbeiten.

Die Universität informiert umgehend alle Wissenschaftler, Studierenden und Beschäftigten im Detail über die getroffenen Maßnahmen per E-Mail und auf einer eigens eingerichteten Webseite unter www.uni-muenster.de/de/coronavirus-information.html.

Ebenfalls heute wurde bekannt, dass es in einem naturwissenschaftlichen Institut der WWU einen ersten bestätigten Fall einer Coronainfektion gibt. Eine positiv getestete Mitarbeiterin wurde von der zuständigen Gesundheitsbehörde unter häusliche Quarantäne gestellt. Eine enge Kontaktperson befindet sich ebenfalls in häuslicher Quarantäne. Alle anderen Mitarbeiter des Instituts sind symptomfrei und können ihrer Tätigkeit weiter nachgehen. Sie werden gegebenenfalls vom Arbeitsmedizinischen Dienst der WWU betreut.


Corona – Website, Hotline und Info-Tafeln helfen bei der Orientierung
Mehrsprachige Hygiene-Tipps

Aktuell, informativ, sachlich – mit diesem Dreiklang begegnet die Stadt Münster der sich rasant entwickelnden und zeitweise unübersichtlich erscheinenden Nachrichtenlage rund um das Thema “Corona”. Eine äußerst nachgefragte Info-Quelle für Bürgerinnen und Bürger ist die vom Presseamt der Stadt Münster eingerichtete Website www.muenster.de/corona. Mehr als 150 000 Mal wurde sie seit dem 1. März bereits aufgerufen. Natürlich nutzt die Stadt mit Instagram, Twitter und Facebook auch ihre Social-Media-Kanäle.

“Wer gut informiert ist, aktuelle Entwicklungen einordnen kann und praktische Handlungsempfehlungen kennt, der muss nicht panisch reagieren”, sagt Oberbürgermeister Markus Lewe. “Deshalb informiert die Stadt auf vielen Kanälen über das Coronavirus, beantwortet Fragen und gibt Tipps zur Hygiene.”

Was bedeutet Prävention in der Schule, wer ist eine Kontaktperson? Info-Tafeln mit einfachen Piktogrammen, die die Stadt auch zum Download bereitstellt, beantworten diese Fragen. Außerdem gibt es Hygiene-Tipps in 15 verschiedenen Sprachen. Andere Gemeinden, Städte  und Einrichtungen in ganz Deutschland nutzen die Angebote.

Orientierung durch persönliche Beratung geben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung an der extra eingerichteten Hotline. Sie sind viel gefragt: Bis zu 280 Anrufe gehen täglich ein. Die Hotline ist unter der Telefonnummer (02 51) 4 92-10 77 zu erreichen (Montag bis Mittwoch 8 bis 17 Uhr, Donnerstag 8 bis 18 Uhr, Freitag 8 bis 12 Uhr). Außerhalb der persönlichen Beratungszeiten gibt es eine Bandansage.

 

Weltschlaftag: Schlafparadies Münster

In Münster schlafen die Menschen am längsten, schnarchen dabei aber am wenigsten. Wen wundert es also im Traumland Münster, wenn die Menschen oft nach einer ausgiebigen Radtour ausgeglichen ins Bett gehen und das tun, was sie am besten können ;-), … weiterlesen

Enschede im Corona-Zeitalter

Aufgrund des Coronavirus hat das niederländische Kabinett entschieden, dass alle Veranstaltungen, Aufführungen und Aktivitäten mit mehr als 100 Personen bis zum 31. März 2020 abgesagt werden. Hier finden Sie alle aktuellen, uns bekannten Informationen zu abgesagten Veranstaltungen und neuen Terminen: … weiterlesen

Pass auf!

Nein wir wollen jetzt nicht den Eindruck einer Verschärfung der Überwachungsmethoden durch die Polizei erwecken, jedoch wissen wir aufgrund zahlreicher Zuschriften von Leser/innen, an vielen Orten wünschen sich die Menschen ein rigoroseres Vorgehen bei den vielen Tausend Ärgernissen im Straßenverkehr. … weiterlesen