Corona – Kein Thema für mich! – Wetten doch?

Wir sprachen in den vergangenen Tagen sehr vermehrt mit jungen Menschen in Deutschland sowie den Niederlanden und wurden sehr oft überrascht. Der größte Teil meint, „Corona interessiert mich nicht, der Virus kann mich mal. Ich bin noch jung und habe ein klasse Immunsystem, passe auf meine Ernährung auf und was soll mir schon groß passieren?“ Zugegeben so ganz unrecht haben die Menschen nicht! Abgesehen von der Tatsache begrenzter Betten und eine sich deutlich verschärfenden Medikamentenknappheit. Der positive Aspekt dieser Denkweise liegt auf der Hand. Diese Menschen gehören wohl eher nicht zu den Superegoisten die Supermärkte leerkaufen. und so insgesamt für Panik und Ängste in der Bevölkerung sorgen. Ein Teil von Ihnen geht einer sozialen Gemeinschaftsbindung auch nicht aus dem Weg und bietet sogar älteren Menschen an, für sie einzukaufen, da Schulunterricht und Vorlesungen in den kommenden Wochen ausfallen.

Glückwunsch zu diesen erstklassigen Beispielen sozialer Kompetenz und beispielhaftem Generationsdenken.  Doch zur Einstiegsproblematik dieses Artikels trägt dieser Aspekt leider nicht viel bei. Denn ob jung oder alt, jeder Infizierte sorgt letztendlich für die Verbreitung der Viren, selbst wenn keine Symptome vorliegen oder sich bemerkbar machen, und dies sorgt letztendlich für eine rasante Weiterverbreitung und noch mehr Menschen, die möglicherweise den Gesundheitsapparat verstopfen und so eine Versorgung von versorgungsbedürftigen Patienten deutlich gefährden.

Ebenso ist der Besuch einer Veranstaltung für jeden Einzelnen in diesen Zeiten eine echte Gewissensfrage, die allein schon aus dem gesunden Menschenverstand heraus, ohne Verbote aus dem Kopf gestrichen werden muss. – Denn je mehr uneinsichtig Menschen diesem unvernünftigen Verhalten nacheifern und Versammlungen besuchen, desto länger wird sich die Bekämpfung dieser Massenkrankheit verlängern. Es liegt also an jedem von uns – Endlich das geistige Erwachsensein zu präsentieren und unabhängig von verordneten Verboten die Gemeinschaftsfähigkeit unter Beweis zu stellen.

Nebenbei wird der Ernst der Situation für jeden noch so kleinen Unfall wohl dann klar, wenn die Wartezeit bei einem Notarzt etc. in die Stunden geht oder Aufnahmen in einem Krankenhaus, auch aus nicht infektiösen Gründen, eine Frage von Stunden oder gar Tagen wird, weil die Kapazitätsgrenzen von Betten und Personal total erschöpft ist.  – Ende vom Lied, es sind nicht mehr die Hunde, die angeleint draußen sitzen – sondern pflegebedürftige Menschen aller Altersklassen, die in  der Egoisten Warte Schlange auf eine Behandlung warten dürfen….