Mehr Schutz für Krankenhausmitarbeiter – Dringender Appell vom OB!

Die Zahl der bestätigen und gemeldeten Corona-Infizierten in Münster ist auf 266 (Stand: 22. März, 16 Uhr) gestiegen. Sechs Patienten sind wieder gesund.  – Dringender Appell von Oberbürgermeister Markus Lewe!

Die weiter steigende Ausbreitung des Virus erfordert zusätzliche Schutzmaßnahmen für die Patienten und die Mitarbeiter der Krankenhäuser. Prof. Dr. Hugo van Aken, ärztlicher Direktor des UKM (Universitätsklinikum Münster): „In dieser Phase des Infektionsgeschehens ist zwingend erforderlich, die Arbeitsfähigkeit des Personals in allen Krankenhäusern bestmöglich zu erhalten. Größere Infektionswellen innerhalb der Mitarbeiterschaft von Krankenhäusern können wir uns gegenwärtig nicht leisten, weil wir für stark steigende Patientenzahlen in den Krankenhäusern gerüstet bleiben müssen.“

Die Belegschaften der Universitätsklinik und sämtlicher Tochtergesellschaften müssen deshalb ab Montag (23. März, 6.00 Uhr) grundsätzlich Mund-Nasen-Schutzmasken auf dem gesamten Klinikgelände tragen. Dies gilt für die Mitarbeitenden in der Patientenversorgung, aber auch für alle Bereiche mit Publikumsverkehr und mit Drittkontakten. Van Aken: „Mit dieser Maßnahme soll die Verbreitung des Virus über Mitarbeitende, die möglicherweise das Virus tragen, selbst aber noch ohne Krankheitssymptome sind, verhindert werden.“ Die üblichen Basis-Maßnahmen (Abstandsgebot, Hygiene) gelten weiter.

Oberbürgermeister Markus Lewe appelliert zudem an alle Bürgerinnen und Bürger, mitzuhelfen, das Krankenhauspersonal besonders zu schützen. Lewe: „Halten Sie Abstand zu Mitarbeitern von Krankenhäusern. Verhindern Sie, dass Sie Krankenhausmitarbeiter unbewusst infizieren, wenn Sie zum Beispiel selbst Virusträger sind, und dies noch nicht wissen. Wir brauchen diese Leute jetzt sehr dringend und in sehr großer Zahl.“ Lewe mahnt: „Selbst die Infektion einzelner Mitarbeiter zwingt die Krankenhäuser zu umfassenden Reaktionen zum Schutz von Patienten und anderer Mitarbeiter, die schnell die Einsatzfähigkeit größerer Klinikbereiche gefährden können.“