Münsteraner Landwirte spenden Schutzbekleidung für Krankenhäuser und Ärzte

In den vergangenen Tagen haben die Landwirtinnen und Landwirte aus Münster hunderte Schutzanzüge, Schuhüberzieher und Gummihandschuhe zusammen getragen, die inmitten der Corona-Krise nun für Krankenhäuser und Ärzte zur Verfügung gestellt werden. Anlass war ein Aufruf des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV). Für Besucher auf ihren Höfen nutzen die Landwirtsfamilien die Schutzbekleidung regulär, um die Stallhygiene zugunsten der Tiere sicherzustellen. Weil die Hofbesuche durch die Ausbreitung des Corona-Virus vorerst nicht stattfinden können, entschlossen sich die Landwirtinnen und Landwirte aus Münster kurzerhand, Einweg-Overalls und Schuhüberzieher an die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) zu spenden. Die KVWL, in der rund 15.000 niedergelassene Ärzte organisiert sind, wird die Schutzkleidung nun nach Bedarf an Krankenhäuser und Arztpraxen in Westfalen-Lippe übergeben.

„Wir Landwirte können die Schutzkleidung aktuell nicht nutzen, in den Arztpraxen und Krankenhäusern sind sie in diesen Tagen überlebenswichtig. Deshalb haben wir keine Minute überlegt, als uns der Aufruf erreichte und in der gebotenen Eile stapelweise Schutzkleidung, eingeschweißt und original verpackt, zusammen getragen“, sagt Susanne Schulze Bockeloh, Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Münster. „Die Kassenärztliche Vereinigung wird die Ausrüstung nun nach Bedarf an Ärztinnen und Ärzte verteilen, die großartige Arbeit für uns alle leisten“, freut sich die Landwirtin aus Münster. Mehrere hundert EinwegOveralls sowie Handschuhe und Schuhüberzieher sind in den vergangenen Tagen auf den Höfen in Münster zusammen gekommen und wurden heute an die KVWL übergeben.


Bild:Laura Jacobs