Crimeboy Casting startet in Münster

Eigentlich sollte die erste Episode der Webserie im April in Münster gedreht werden. Doch auch „Crimeboy“ hat der Lockdown einen Strich durch den Drehplan gemacht. „Wir machen jetzt da weiter, wo wir am 16. März aufgehört haben“, sagt Regisseur und Produzent Simon Jöcker. Das bedeutet auch, dass man sich immer noch für die Hauptrolle (männlich/18 bis 25 Jahre) bewerben kann. „Die hatten wir zum damaligen Zeitpunkt nämlich auch noch nicht besetzt.“ Ob so ein Dreh in für die vom Filmservice Münster.Land unterstütze Webserie jetzt schon verantwortbar sei, findet der Filmemacher eine berechtigte Frage. Denn sein Hauptmotiv ist eine Kirche.

Es sei vor einigen Wochen noch undenkbar gewesen, in einer Kirche zu drehen, während dort gleichzeitig keine Gottesdienste stattfinden durften. Aber jetzt möchte Jöcker seine Arbeit in kleinen Schritten fortsetzen, zumal die ersten TV-Serien bereits wieder produzieren werden. Auch Jöcker selbst war schon wieder in seiner hauptberuflichen Tätigkeit als Imagefilm-Produzent aktiv: „Wir waren letzte Woche zum ersten Mal wieder im Team am Set. Wenn genug Platz ist, funktioniert das mit der Abstandsregelung gut. Und bei CrimeBoy gibt es keine Szenen in beengten Verhältnissen“, stellt Jöcker erleichtert fest. „Gut dass ich die Discoszene aus dramaturgischen Gründen schon vor Corona rausgestrichen hatte.“

Aus dem geplanten Winter- wird also jetzt ein Sommerprojekt. Auch wenn die Szenen, passend zum Genre, eigentlich in einer eher gräulichen, kalten Welt spielen. Hierfür hat der Regisseur während des Lockdowns eine Lösung gefunden. Sie ist ganz banal: „Die Schauspieler ziehen Pullover und Jacken an. Wir zeigen in den wenigen Außenaufnahmen keine Bäume, wegen der Blätter. Und zwischen den Szenen blenden wir ein paar frühmorgendliche Nebelaufnahmen von Münster ein. Schon ist der Winter fertig.“

Ein Aspekt ist bei den Überlegungen zur Serie in den vergangenen Wochen hinzugekommen: Simon Jöcker sucht noch Stoff für weitere münsterische Kriminalgeschichten. Denn aus der Pilotfolge soll einmal eine ganze Staffel werden. „Während der Ausgangsbeschränkungen habe ich mich an das Drehbuch für die zweite Folge gesetzt. Da habe ich gemerkt, dass es für eine Staffel wichtig ist, schon den groben Inhalt aller Episoden zu kennen“, sagt der gebürtige Münsteraner. „Denn in den ersten Folgen werden bereits Dinge etabliert, die in den letzten Folgen wichtig werden können.“ Wer hierzu Ideen und Anregungen habe, könne sich gerne an ihn wenden, so Jöcker.

CrimeBoy ist ein durch Crowdfunding finanziertes Webserien-Projekt aus Münster. In dem Krimi geht es um einen erfolglosen Gaming-Blogger, der einen Mordfall löst, seine Recherchen dazu in seinem Live-Stream dokumentiert, und darüber unverhofft doch noch zum Influencer wird. Einen Projekt-Trailer und weitere Infos gibt es auf: www.crimeboy.de. Wer an dem casting für die Hauptrolle teilnehmen möchte, kann sich unter casting@crimeboy.de bewerben.