Feuerwache 3 – Jetzt muss nur noch der Rat mitmachen

Mit dem Neubau einer Feuer- und Rettungswache beendet die Stadt  Münster, sofern der Rat der Stadt Münster mitmacht ein nun schon über zehnjähriges Provisorium im Stadtteil Hiltrup. Der jetzt angestrebte Ratsbeschluss sieht als Baubeginn den Herbst 2021 vor. In einem Pressegespräch vom gestrigen Tag, (Dienstag, 26. Mai 2020) haben die städtischen Beigeordneten Wolfgang Heuer und Matthias Peck umfassend über das gewaltige Bauprojekt und die zu erwartenden Kosten informiert.

Die Stadt plant den Neubau  der  Feuer— und Rettungswache 3 in Münster-Hiltrup auf dem Waldgelände Merkureck an der Westfalenstraße. Der Neubau fängt die Überbelegung der Feuer- und Rettungswachen 1 und 2 ab und soll das bisherige Provisorium an der Hiltruper Hansestraße durch einen den modernen Anforderungen genügenden Bau für die Berufsfeuerwehr im Frühjahr 2023 ablösen.

Mit seiner günstigen Lage im Norden von Hiltrup wird der künftige Standort die Eintreffzeiten der Feuerwehr auch im südlichen Gebiet der Innenstadt verkürzen. Neben einer notwendigen Anpassung der Feuerwehr-Infrastruktur an wachsende Bevölkerung und Wirtschaft in Münster soll die Feuerwache 3 zudem erweiterte Kernkompetenzen für chemische, atomare und biologische Gefahrstoffe vorhalten.” Geplant ist, entsprechende Geräte und Fahrzeuge zu stationieren und die dortigen Mitarbeiter gezielt für den Umgang mit entsprechenden Gefahrenlagen auszubilden”, so Heuer, zu dessen Verantwortungsbereich der städtische Brandschutz gehört.

Der Bau wurde am 13. Dezember 2017 beschlossen. Der Planungsbeschluss sieht eine Bruttogrundfläche von 5.410 m² für den neuen Berufsfeuerwehr-Standort vor. Die Nutzfläche des dreigeschossigen Baus soll 3.757 m² betragen, dessen augenfälligstes Merkmal ein 25 Meter hoher Übungsturm sein wird. Vorgesehen sind 22 Ruheräume, die  Kapazität ist auf 116 Feuerwehrleute ausgelegt

Die Gesamtkosten werden mit 26.115.000 Euro veranschlagt. Ein inzwischen überholter Errichtungsbeschluss ging noch von 12.800.000 Euro aus, konnte aber die seit 2017 außergewöhnlich stark gestiegenen Baukosten und die Notwendigkeit einer acht Meter tiefen Pfahlgründung auf dem Gelände der ehemaligen Kiesgrube noch nicht berücksichtigen. Immobiliendezernent Peck: “Es ist ein gutes  Zeichen, dass die Stadt auch in coronabedingt angespannten Zeiten wichtige Sicherheitsprojekte wie den Neubau der Feuerwache in Hiltrup vorantreiben kann.” 


Entwurf Pussert Kosch architekten