Interdisziplinäre onkologische Ambulanz am UKM eröffnet

Modern, hell und geräumig: Der WTZ (Westdeutsches Tumorzentrum) Netzwerkpartner Münster hat die neue interdisziplinäre onkologische Ambulanz im UKM (Universitätsklinikum Münster) eröffnet. Reichlich Platz bieten die Räumlichkeiten auf Ebene 03 im Modulbau am Zentralklinikum Ost nicht nur für Experten-Sprechstunden, sondern auch für vielfältige Unterstützungsangebote, Schulungen und Informationsveranstaltungen.

Im Krebszentrum des UKM arbeiten Spezialisten aus mehr als 40 Kliniken, Instituten und Forschungseinrichtungen eng bei der Behandlung zusammen. „Mit der interdisziplinären Ambulanz ist es uns nun gelungen, eine zentrale Anlaufstelle für die betroffenen Patienten zu schaffen“, sagt Prof. Hugo Van Aken, ärztlicher Direktor des UKM. „Sie fungiert als übergeordnetes Patientenportal und setzt somit neue Maßstäbe für die Versorgung onkologischer Patienten im Klinikum.“

Neben einem interdisziplinären Ärzteteam stehen in der Ambulanz auch Fachpflegende und Spezialisten der unterschiedlichsten supportiven Bereiche bereit – wie zum Beispiel Physiotherapeuten, Psychoonkologen und Ernährungsberater. „Hier können wir den Betroffenen ein interdisziplinäres und multiprofessionelles Beratungsangebot zur Verfügung stellen, das optimal auf ihre persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten ist“, erklärt Prof. Annalen Bleckmann, Direktorin des WTZ Netzwerkpartners Münster.

Die frisch renovierte Ebene 03 im Modulbau grenzt direkt an das Zentralklinikum an und beherbergt unter anderem einen modernen Wartebereich, fünf Sprechstundenzimmer, die nach Bedarf von den an der Behandlung beteiligten Fachdisziplinen genutzt werden können, sowie einen großen Mehrzweckraum. „Dieser bietet Platz für Personalschulungen, Pflegeberatungen und Patientenveranstaltungen wie Selbsthilfegruppen-Treffen oder auch Schminkseminare“, sagt Prof. Philipp Lenz, Geschäftsführer des WTZ Netzwerkpartners Münster. Ebenfalls mit an Bord ist der Sozialdienst des UKM, dessen Aufgabe es ist, die Patienten bei der Verarbeitung ihrer Erkrankung zu unterstützen und gemeinsam Hilfen für ihre jeweilige persönliche Situation zu entwickeln.

„Menschen mit Krebserkrankungen und deren Angehörige haben zumeist einen hohen Beratungsbedarf – sowohl mit Blick auf die vielfältigen und häufig sehr komplexen Therapieoptionen, als auch auf die möglichen Unterstützungsangebote“, so Bleckmann. Die neue Ambulanz ermögliche den eng zusammenarbeitenden Spezialisten der unterschiedlichen Fachbereiche und Berufsgruppen nun einen unmittelbaren und direkten Austausch auf sehr kurzen Wegen mit deutlichem Mehrwert für die Patientenversorgung.


Bild (Wibberg): Eröffnung in Zeiten von Corona: Prof. Hugo Van Aken, Prof. Annalen Bleckmann und Prof. Philipp Lenz (vordere Reihe, v.r.) mit einigen Vertretern der beteiligten Fachbereiche und Berufsgruppen in der neuen interdisziplinären onkologischen Ambulanz.